TSJC verurteilt Kanaren-Regierung zur Zahlung von 3,1 Mio. Euro an El Rosario – Behörden (Tribunal)

TSJC verurteilt Kanaren-Regierung zur Zahlung von 3,1 Mio. Euro an El Rosario

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 Juni, 2026

Das Oberste Gericht der Kanarischen Inseln (TSJC) hat zugunsten der Gemeinde El Rosario entschieden und die kanarische Regionalregierung zur Zahlung einer ausstehenden Fördermittelzusage von 3,1 Millionen Euro verpflichtet. Die Summe war im Haushalt 2023 der Regionalregierung vorgesehen, wurde jedoch bisher nicht ausgezahlt. Die Entscheidung fiel im März 2024 am Verwaltungsgericht in Santa Cruz de Tenerife, das die Klage der Gemeinde vollumfänglich stattgab.

Konkret geht es um Fördergelder für das Projekt „Neugestaltung des Rathausplatzes und des Platzes des Adelantado-Waldes“ in La Esperanza. Die Gemeinde El Rosario hatte die Mittel beantragt, um das Zentrum der Ortschaft städtebaulich und ökologisch aufzuwerten. Neben der Umgestaltung der Plätze soll der Adelantado-Wald, ein uralter Lorbeerwald, besser in das städtische Umfeld integriert werden. Die Maßnahme sieht unter anderem eine Fußgängerzone rund um das Waldgebiet vor, um die Zugänglichkeit und den Schutz des Naturraums zu verbessern.

Der Bürgermeister von El Rosario, Escolástico Gil, hatte die Regionalregierung mehrfach aufgefordert, die zugesagten Gelder auszuzahlen. Das Gericht stellte fest, dass die Regierung ihre gesetzliche Pflicht zur Entscheidung und Benachrichtigung über die Fördermittel „offensichtlich verletzt“ hat. Die Versäumnisse stellten eine klare Missachtung der Prinzipien von berechtigtem Vertrauen und ordnungsgemäßer Verwaltung dar. Das Urteil betont, dass die Verwaltung entweder den gesetzlichen Auftrag ausführen oder rechtswidrig handeln müsse, wenn sie die Zahlung verweigere.

Die Klage wurde von den Rechtsdiensten der Gemeinde vertreten, Anwalt José Francisco Lorenzo führte die Verhandlung. Das Gericht verurteilte die Kanarenregierung zur Zahlung der 3,1 Millionen Euro zuzüglich der seit dem 8. September 2023 aufgelaufenen gesetzlichen Zinsen. Zudem muss die Regierung die Prozesskosten tragen. Die Frist für eine Berufung gegen das Urteil ist noch offen.

Das Projekt zur Umgestaltung des Rathausplatzes und der angrenzenden Flächen ist Teil eines umfassenden Programms, das seit 2022 von der Gemeinde verfolgt wird. Ziel ist es, La Esperanza von einem städtischen, ökologischen und landschaftlichen Standpunkt aus aufzuwerten. Bereits realisierte Maßnahmen umfassen die Sanierung und Barrierefreiheit von mehreren Straßen im historischen Zentrum, darunter El Calvario, Antonio González, Enrique Álvarez Bacallado, Agrícola Quintana Alonso, José Antonio Bacallado und Los Lirios. Aktuell läuft die Erneuerung der Pedro Juan García Hernández Straße.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa bedeutet das Urteil eine wichtige Entwicklung: Die Verschönerung und ökologische Aufwertung von La Esperanza wird nun finanziell gesichert und kann zügig voranschreiten. Die geplante Fußgängerzone und die bessere Einbindung des Adelantado-Waldes verbessern die Lebensqualität und den Naturerlebniswert in der Gemeinde El Rosario erheblich. Gleichzeitig unterstreicht das Urteil die Bedeutung der kommunalen Rechte gegenüber der Regionalregierung und könnte als Präzedenzfall für ähnliche Förderstreitigkeiten auf den Kanarischen Inseln dienen.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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