Das Canarias Jazz & More Festival begeht in diesem Jahr sein 35-jähriges Jubiläum und bringt vom 3. bis 25. Juli ein umfangreiches Musikprogramm auf alle acht Kanarischen Inseln. Insgesamt stehen 60 Konzerte, fünf Vorträge und zwei Meisterklassen auf dem Plan, die in 30 verschiedenen Veranstaltungsorten stattfinden. Das Festival bietet eine bunte Mischung aus lokalen und internationalen Künstlern und zieht damit Jazzliebhaber aus der gesamten Region an.
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Ausgabe ist der Auftritt des britischen Musikers Jacob Collier, der gemeinsam mit der Philharmonischen Orchester Gran Canarias auftritt. Die Leitung übernimmt dabei seine Mutter, Suzie Collier. Diese Zusammenarbeit setzt die langjährige Tradition fort, Symphonie- und Jazzmusik zu verbinden und verspricht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Die Karten für dieses Konzert sind bereits ausverkauft, was die große Nachfrage und Beliebtheit unterstreicht.
Das Festival präsentiert 31 musikalische Projekte aus 16 verschiedenen Ländern und bringt rund 220 Musiker auf die Bühne. Neben Jacob Collier zählen auch Tigran Hamasyan, José James und die Cuban Jazz Syndicate zu den renommierten Acts. Lokal sind zehn Projekte vertreten, von denen mehr als ein Drittel von Frauen geleitet wird. Besonders hervorgehoben wird das Programm „Mujeres Canarias del Jazz“, das zusammen mit dem Städtischen Symphonieorchester von Las Palmas weibliche Jazzmusikerinnen der Inseln präsentiert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung afrikanischer Einflüsse in den Jazz. Ángeles Jurado von Casa África setzt sich für eine stärkere Sichtbarkeit afrikanischer Jazzkünstler ein. In diesem Kontext wird unter anderem die ivorische Musikerin Manou Gallo auftreten. Diese Vielfalt zeigt die weltoffene Ausrichtung des Festivals und die Bemühungen, kulturelle Brücken zu schlagen.
Die Konzerte verteilen sich über die Kanaren und finden unter anderem in San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria sowie in Santa Brígida statt, Regionen, die neben dem Tourismus auch kulturell einiges zu bieten haben. Festivalleiter Miguel Ramírez möchte mit gezielten Bildungsangeboten vor allem auch jüngere Generationen ansprechen und ihnen den Zugang zum Jazz erleichtern. Die Bildungsprogramme sollen eine positive erste Erfahrung mit Jazzmusik fördern und so zur nachhaltigen Entwicklung der Szene beitragen.
Wirtschaftlich spielt das Festival ebenfalls eine bedeutende Rolle: Über 58 Prozent des Budgets fließen an lokale Fachkräfte, was mehr als 200 Arbeitsplätze schafft und einen direkten wirtschaftlichen Nutzen von über 580.000 Euro generiert. Das Festival startet am 3. Juli mit Konzerten von Yellowjackets und Moisés P. Sánchez in Arucas, Ghost-Note auf Teneriffa sowie Lajalada auf La Graciosa.
Der stellvertretende Rat Horacio Umpiérrez bezeichnet das Canarias Jazz & More als das älteste spezialisierte Jazzfestival im Archipel und unterstreicht damit dessen kulturelle Bedeutung für die Kanaren. Miguel Ramírez fasst die Entwicklung des Festivals so zusammen: „Das Festival hat sich fest etabliert. Heute kommen die Menschen wegen der Musik.“ Für Bewohner, Urlauber und Musikfreunde auf den Kanarischen Inseln ist das Festival ein fester Termin im Sommerkalender und bietet ein vielfältiges Programm, das weit über klassische Jazzkonzerte hinausgeht.
Quelle: tenerifeweekly.com
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