Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine neue Präventionskampagne ins Leben gerufen, die gezielt Ertrinkungsunfälle an den Küsten der Inselgruppe reduzieren soll. Unter dem Leitmotiv „Respektiere die Flagge, halte dich an die Regeln“ richtet sich die Initiative an Einheimische, Touristen und Auswanderer gleichermaßen. Im Fokus steht die Aufklärung über das bestehende Flaggenwarnsystem, das die Sicherheit beim Baden maßgeblich beeinflusst.
Ertrinkungsunfälle gehören auf den Kanarischen Inseln zu den häufigsten Unfalltodesursachen. Dabei sind nicht nur unerfahrene Schwimmer gefährdet, sondern auch erfahrene Badende, da die Meeresbedingungen, insbesondere starke Strömungen und wechselhafte Wetterlagen, schnell lebensbedrohlich werden können. Die an den Stränden gehissten Flaggen geben Auskunft über die aktuelle Gefahrenlage und werden von Fachleuten des Zivilschutzes regelmäßig bewertet. Eine rote Flagge signalisiert beispielsweise ein hohes Risiko und warnt ausdrücklich vor dem Betreten des Wassers.
Manuel Miranda, Territorialpolitischer Berater der Kanarischen Inseln, erläuterte bei der Vorstellung der Kampagne gemeinsam mit Montserrat Román, Leiterin des Zivilschutzes, dem erfahrenen Rettungsschwimmer Eduardo Blasco sowie Chano Quintana, Präsident der Vereinigung „1.500 Kilometer Küste“, die Bedeutung der Sicherheitsmaßnahmen. Miranda betonte, dass die Flaggen keine bloßen Dekorationen seien, sondern lebenswichtige Sicherheitshinweise, deren Missachtung schwerwiegende Folgen haben könne. Er warnte, dass selbst erfahrene Schwimmer durch plötzliche Strömungen oder Unachtsamkeit in Gefahr geraten können, da das Meer keine Rücksicht auf Alter, Erfahrung oder körperliche Fitness nehme.
Die Kampagne vermittelt konkrete Verhaltensregeln: Vor dem Baden sollten Wetter- und Meeresbedingungen sorgfältig geprüft werden. Schwimmen sollte möglichst nicht allein erfolgen, und Kinder sind stets aufmerksam zu beaufsichtigen. Zudem wird dringend davon abgeraten, in unbekannten oder nicht überwachten Bereichen zu baden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Zahl der Ertrinkungsunfälle nachhaltig zu senken.
Mit jährlich Millionen Besuchern an den Stränden der Kanarischen Inseln ist diese Kampagne ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Sicherheit in der Region. Die Behörden beobachten die Wirkung der Initiative genau und planen, bei Bedarf weitere Maßnahmen zur Unfallprävention zu ergreifen. Die Kampagne unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Zivilschutz, Rettungsschwimmern und lokalen Organisationen, um die Strände sicherer zu machen.
Quelle: tenerifeweekly.com
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