Bis zum 30. Juni 2025 haben 37.525 Menschen auf den Kanarischen Inseln einen Antrag auf Legalisierung ihres Aufenthalts im Rahmen eines landesweiten Sonderverfahrens gestellt. Dieses Verfahren richtet sich an Personen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus und ermöglicht ihnen, eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis sowie eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt durch das spanische Ministerium für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration.
Die meisten Anträge auf den Kanaren stammen aus der Provinz Las Palmas mit 21.807 Gesuchen, gefolgt von 15.718 Anträgen in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Mit der Annahme des Antrags erhalten die Betroffenen eine vorläufige Erlaubnis, die ihnen den legalen Aufenthalt und die Arbeitsaufnahme auf den Inseln erlaubt. Dieses Verfahren schafft für viele Menschen eine rechtliche Grundlage, die zuvor fehlte.
Bundesweit wurden mehr als 1,17 Millionen Anträge eingereicht, von denen bereits über 600.000 in Bearbeitung sind. Die Antragsteller kommen überwiegend aus Mittel- und Südamerika. Auf den Kanaren entfallen 26 Prozent der Anträge auf Personen aus Kolumbien, gefolgt von Marokko mit 13,4 Prozent, Venezuela mit 11,7 Prozent und Peru mit 8,8 Prozent.
Die Altersstruktur der Antragsteller zeigt, dass 87 Prozent im erwerbsfähigen Alter zwischen 16 und 64 Jahren sind. Männer stellen 57 Prozent der Antragsteller, Frauen 43 Prozent. Besonders viele Antragsteller sind zwischen 25 und 34 Jahre alt, was auf eine junge Zielgruppe hinweist, die eine gesicherte Perspektive auf den Kanarischen Inseln sucht.
Das Verfahren hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Landesweit wurden durch die Legalisierung 159.097 neue Sozialversicherungsbeiträge registriert. Die meisten neu Eingestellten arbeiten im Gastgewerbe, Handel, in Verwaltungsberufen und im Bauwesen. Dabei sind 77,3 Prozent der Arbeitsverträge unbefristet, was auf eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt hinweist.
Für die Kanarischen Inseln bedeutet das Verfahren eine wichtige Verbesserung der Lebenssituation vieler Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Die vorläufige Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis ermöglichen eine bessere gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe. Die zuständigen Behörden auf den Inseln setzen die Bearbeitung der Anträge fort und informieren die Betroffenen über den weiteren Verlauf und die nächsten Schritte.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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