Hotelinvestitionen auf den Kanarischen Inseln sinken nach starkem Boom 2025 – Tourismus (Hotel)

Hotelinvestitionen auf den Kanarischen Inseln sinken nach starkem Boom 2025

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

9 Juli, 2026

Die Hotelinvestitionen auf den Kanarischen Inseln sind im ersten Halbjahr 2026 auf 363 Millionen Euro gesunken. Damit verzeichnen die Inseln einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als mit über einer Milliarde Euro ein außergewöhnlich hoher Wert erreicht wurde. Diese Entwicklung markiert eine Normalisierung des Marktes nach dem Investitionsboom 2025, in dem große Portfoliotransaktionen, etwa der Verkauf des Mare Nostrum Resorts auf Teneriffa, die Zahlen stark angetrieben hatten. Trotz des Rückgangs bleiben die Kanarischen Inseln im Vergleich zu anderen spanischen Regionen ein bedeutender Standort für Hotelinvestitionen und übertreffen beispielsweise Barcelona deutlich.

Im nationalen Vergleich führten die Balearischen Inseln mit 577 Millionen Euro die Hotelinvestitionen im ersten Halbjahr 2026 an, gefolgt von der Costa del Sol mit 435 Millionen Euro und Madrid mit 397 Millionen Euro. Die Kanarischen Inseln liegen damit hinter diesen Regionen, bleiben aber mit 363 Millionen Euro vor Barcelona, das auf 165 Millionen Euro kommt.

Auf den Kanaren wurden im aktuellen Zeitraum mehrere bedeutende Hoteltransaktionen registriert. So erwarb das Familienunternehmen García Baquero das Hotel Tivoli La Caleta auf Teneriffa, während das Vier-Sterne-Hotel Allegro Isora in Guía de Isora an die lokale Hotelkette Servatur verkauft wurde. Solche Käufe zeigen, dass trotz des Rückgangs das Interesse an hochwertigen Hotelobjekten auf den Inseln weiterhin vorhanden ist.

Spanien insgesamt erlebte im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordstart mit Hotelinvestitionen von 2,46 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders gefragt sind dabei Hotels der höheren Kategorie: Fünf-Sterne-Häuser ziehen mehr als die Hälfte der Investitionen auf sich, während Vier-Sterne-Hotels weitere 35 Prozent ausmachen. Der durchschnittliche Preis pro Hotelzimmer erreichte mit 213.300 Euro einen neuen Höchstwert, was auf eine wachsende Konzentration auf hochwertige und renditestarke Immobilien hindeutet.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für die Kanarischen Inseln die Frage, ob sich die Investitionen im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wieder erholen können oder ob eine Phase zurückhaltenderer Aktivität folgt. Für Urlauber und die Tourismusbranche bleibt die Region jedoch ein attraktiver Standort, der weiterhin von großer Bedeutung für Investoren ist und wichtige Impulse für Beschäftigung und Infrastruktur geben kann.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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