Regierung der Kanaren leitet 20 Wasserbauprojekte mit über 60 Millionen Euro – Behörden (Gobierno Canarias)

Regierung der Kanaren leitet 20 Wasserbauprojekte mit über 60 Millionen Euro

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 Juli, 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln steuert derzeit rund 20 Wasserbauprojekte im gesamten Archipel mit einem Gesamtvolumen von mehr als 60 Millionen Euro. Dies wurde während der 26. Sitzung der Ständigen Wasserkonferenz der Kanaren bekannt, bei der Vertreter der autonomen Regierung und der sieben Inselräte über die Wasserwirtschaft berieten. Die Projekte sind strategisch auf jede Insel verteilt und umfassen Maßnahmen wie die Versorgung und Abwasserbehandlung auf La Graciosa, die Erweiterung von Entsalzungsanlagen auf El Hierro sowie Verbesserungen der Kläranlagen auf Fuerteventura, Lanzarote und La Palma.

Die Koordination dieser Bauvorhaben erfolgt direkt durch die kanarische Landesregierung mit eigenen Mitteln der Gemeinschaft, zusätzlich zu Förderungen, die auch an andere Verwaltungsträger vergeben werden. Dabei spielen EU- und Staatsmittel eine Rolle, wobei bislang eine zugesagte staatliche Förderung von 20 Millionen Euro für dieses Jahr noch nicht bewilligt wurde. Die Regierung plant, ab September Gespräche mit dem zuständigen Ministerium für Ökologische Transformation und dem demografischen Wandel aufzunehmen, um die ausstehenden Förderungen und weitere Themen zu klären.

Die Sitzung fand im Sitz des Inselwasseramtes von Gran Canaria statt, das zusammen mit den anderen Inselräten und der Generaldirektion für Wasser die Umsetzung und Planung der Wasserwirtschaft vorantreibt. Dabei wurde auch der aktuelle Zustand der sieben Wasserwirtschaftspläne und der zugehörigen Hochwasserrisikomanagementpläne besprochen, die bis Ende 2027 der Europäischen Union vorgelegt werden müssen. Verzögerungen im vorherigen Planungszyklus hätten beinahe zu einer EU-Sanktion geführt, die jedoch durch koordinierte Anstrengungen abgewendet werden konnte.

Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der effizienten Steuerung und Wartung der Wassersysteme in Zeiten, in denen die Wasserreserven auf den Inseln, etwa in Gran Canaria, ausreichend sind. Dort wird betont, wie wichtig es ist, den Wasserverbrauch und die Leitungsnetze optimal zu regulieren, um für mögliche künftige Trockenperioden gewappnet zu sein. Technische Hilfsmittel und Leitfäden zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Integration erneuerbarer Energien im Wasserkreislauf werden den Inselräten dabei zur Verfügung gestellt.

Abschließend kündigte die kanarische Regierung an, bei der Europäischen Union eine Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten der Inselgruppe bei der Umsetzung neuer Wasserregulierungen zu beantragen. Faktoren wie die territoriale Zersplitterung, die geographische Entfernung und der jährliche Zustrom von fast 20 Millionen Touristen sollen dabei berücksichtigt werden, um eine angepasste und realistische Wasserbewirtschaftung zu ermöglichen. Die weiteren Schritte der Wasserprojekte und die Klärung der Finanzierungsfragen werden in den kommenden Monaten entscheidend sein.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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