Der spanische Regierungsrat hat am 14. Juli 2026 beschlossen, den Kanarischen Inseln 4 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um die Aufnahme und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Migranten zu verbessern. Diese Mittel sind Teil eines Gesamtpakets von 35 Millionen Euro, die an die autonomen Gemeinschaften verteilt werden. Aufgrund ihrer geografischen Lage und der damit verbundenen höheren Migrationsbelastung erhalten die Kanaren eine besondere Unterstützung.
Die Kanarischen Inseln stehen seit Jahren vor der Herausforderung, eine große Zahl unbegleiteter minderjähriger Migranten aufzunehmen. Als geografischer Zufluchtsort sind sie besonders stark von Migrationsbewegungen betroffen, was die lokalen Aufnahmesysteme stark beansprucht. Der nun beschlossene Zuschuss soll dazu beitragen, die Strukturen für die Betreuung der Jugendlichen zu stärken und ihre soziale Integration zu fördern.
Die Verteilung der Mittel orientiert sich an der Belastung der jeweiligen Regionen. Neben den Kanaren erhalten auch die Balearen, Ceuta und Melilla aufgrund ähnlicher Herausforderungen höhere Zuwendungen. Die Zuweisung basiert auf der Kapazität der Aufnahmeeinrichtungen und der aktuellen Anzahl der minderjährigen Migranten vor Ort. Diese differenzierte Verteilung soll den besonderen Bedürfnissen der Grenzregionen gerecht werden.
Sira Rego, Ministerin für Jugend und Kindheit, bezeichnete das Solidarakzeptanzsystem für unbegleitete minderjährige Migranten als gelungenes Modell. Sie hob hervor, dass der Staat den autonomen Gemeinschaften umfassende Unterstützung gewährt, um die Aufnahmebedingungen zu verbessern. Die Ministerin betonte, dass Spanien in der humanitären Aufnahme dieser jungen Migranten eine Vorreiterrolle einnimmt und die neue Finanzierungsrunde den nachhaltigen Erhalt der regionalen Aufnahmesysteme sicherstellen soll.
Die bereitgestellten Mittel könnten dazu beitragen, Engpässe bei der Unterbringung und Versorgung der Jugendlichen abzubauen und Fachpersonal besser zu finanzieren. Damit wird nicht nur den Bedürfnissen der Migranten besser Rechnung getragen, sondern auch die lokale Bevölkerung entlastet, die durch die bisherigen Herausforderungen zusätzlich belastet war. Die Entscheidung des Regierungsrats markiert einen weiteren Schritt in der Unterstützung und Integration von unbegleiteten minderjährigen Migranten auf den Kanarischen Inseln. Die genaue Verwendung der Gelder und der Fortschritt bei der Umsetzung werden in den kommenden Monaten von den zuständigen Stellen vor Ort beobachtet.
Quelle: gomeratoday.com
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