Verzögerungen bei Beamtenauswahl auf den Kanaren gefährden öffentliche Verwaltung – Behörden (Gobierno Canarias)

Verzögerungen bei Beamtenauswahl auf den Kanaren gefährden öffentliche Verwaltung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

16 Juli, 2026

Die Bearbeitung der Auswahlverfahren für Beamtenstellen auf den Kanarischen Inseln verzögert sich erheblich. Seit 2023 warten zahlreiche Bewerber, die alle Prüfungen erfolgreich bestanden haben, weiterhin auf ihre Ernennung. Besonders betroffen sind Verfahren für den höheren Verwaltungsdienst, den allgemeinen Verwaltungsdienst und Sozialarbeiter. Diese Verzögerungen verhindern eine schnelle Besetzung der vakanten Stellen und erschweren die Reduzierung von Interimskräften in der öffentlichen Verwaltung.

Im „Cuerpo Superior de Administración General“ dauert das laufende Verfahren bereits über 1000 Tage, nachdem es im Dezember 2023 begonnen wurde. Mehr als dreißig Bewerber, die die Prüfungen bestanden haben, befinden sich ohne Ernennung in einer ungewissen Warteposition. Ebenso verzögert sich das Auswahlverfahren im „Cuerpo de Gestión General“, wo aktuell noch die Bewertung der Leistungen aussteht. Auch neun Sozialarbeiter, die seit November 2025 hätten ernannt werden sollen, warten weiterhin auf ihre endgültige Berufung.

Diese langwierigen Verzögerungen betreffen nicht nur Verfahren aus dem Jahr 2023, sondern auch solche, die Ende 2024 gestartet wurden. Beispielsweise überschreitet das Verfahren zur internen Beförderung im Bereich „Gestión General“ bereits deutlich die maximal zulässige Bearbeitungsdauer, ohne dass bisher eine Aufforderung zur Einreichung von Nachweisen an die Bewerber erfolgt ist.

Rechtlich relevant ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die eine Höchstdauer von drei Jahren zwischen Veröffentlichung der Stellenangebote und Abschluss des Auswahlverfahrens festlegt. Die aktuellen Verfahren überschreiten diese Frist zum Teil deutlich, was die Gefahr birgt, dass sie für ungültig erklärt werden. Dies würde die Situation weiter verkomplizieren und die Besetzung der Stellen zusätzlich verzögern.

Die Gewerkschaft Intersindical Canaria fordert daher eine beschleunigte Abwicklung der Auswahlprozesse. Sie hebt hervor, dass es dringend notwendig ist, die vakanten Stellen mit festangestellten Beamten zu besetzen, um die Belastung der öffentlichen Dienste zu reduzieren und eine bessere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Verzögerungen schwächen die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung und erhöhen den Druck auf die verbleibenden Mitarbeiter.

Für die Bürger bedeuten die verzögerten Ernennungen eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Behörden. Die öffentliche Verwaltung bleibt hinter ihrem Potenzial zurück, und wichtige Aufgaben können nur eingeschränkt erfüllt werden. Bis jetzt gibt es keine verbindliche Frist, bis wann die offenen Verfahren abgeschlossen werden sollen. Die nächsten Schritte müssen auf eine rasche Lösung zielen, um die laufenden Prozesse rechtssicher und zügig zum Abschluss zu bringen und so die Versorgung der Bürger mit öffentlichen Dienstleistungen nachhaltig zu sichern.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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