In Arico auf Teneriffa wurde die größte Batterieanlage der Kanarischen Inseln in Betrieb genommen, die einen bedeutenden Fortschritt bei der Integration erneuerbarer Energien markiert. Bei einem Besuch der Anlage informierte sich der kanarische Umwelt- und Energieminister Mariano Hernández Zapata über deren Funktionsweise und Bedeutung für die regionale Energiewende. Die Anlage verbindet eine Photovoltaikanlage mit 8 Megawatt (MW) Leistung mit einem 8 Megawattstunden (MWh) umfassenden Batteriespeicher, was eine Gesamtleistung von 16 MW ergibt. Mit einer Investitionssumme von 2 Millionen Euro, die durch die europäischen Next Generation EU Fonds finanziert wurde, ermöglicht die Anlage die Speicherung überschüssiger Solarenergie und deren bedarfsgerechte Einspeisung ins Stromnetz. Dadurch wird die Nutzung erneuerbarer Ressourcen optimiert und die Netzstabilität erhöht, was insbesondere die Versorgungssicherheit auf den Kanaren stärkt. Mariano Hernández Zapata unterstrich, wie wichtig Energiespeicher für die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sind. Neben Batterieanlagen setzt die Regierung auch auf weitere Speicherlösungen wie Pumpspeicherkraftwerke. Die Anlage in Arico dient zudem als Vorbild für ähnliche Projekte auf anderen Inseln, etwa La Palma, um dort die Versorgungssicherheit zu verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Ein weiterer Aspekt des Projekts ist die umweltschonende Nutzung eines zuvor degradierten und anthropogen genutzten Geländes, das früher als illegaler Motorradkurs diente. Durch die Umgestaltung dieses Areals wird nicht nur erneuerbare Energie gefördert, sondern auch der Schutz des natürlichen Territoriums unterstützt. DISA Energía, Betreiber der Anlage, sieht darin einen klaren Beitrag zur nachhaltigen und sicheren Energieversorgung der Inseln und betont die Rolle der Batterieanlage bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Diese innovative Infrastruktur ist somit ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung des kanarischen Energiesystems und zeigt, wie technologische Fortschritte mit Umwelt- und Klimaschutz einhergehen können. Weitere Speicherprojekte sind bereits in Planung, um den Ausbau erneuerbarer Energien auf den Kanaren weiter voranzutreiben und die Inseln unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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