EU verlängert Ausnahmeregelung bei Flug- und Schiffs-Emissionszertifikaten für Kanaren bis 2035 – Behörden (EU)

EU verlängert Ausnahmeregelung bei Flug- und Schiffs-Emissionszertifikaten für Kanaren bis 2035

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

18 Juli, 2026

Die Europäische Kommission hat die Ausnahmeregelung für ultraperiphere Regionen (RUP) bei den Emissionszertifikaten (ETS) im Luft- und Seeverkehr bis zum Jahr 2035 verlängert. Für die Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass die Preise für Flug- und Schifffahrtstickets nicht wie befürchtet deutlich steigen werden. Ohne diese Ausnahme wären die Kosten für Flüge zwischen den Inseln um zwei bis drei Euro und für Flüge zur spanischen Halbinsel um 15 bis 20 Euro pro Ticket höher. Ebenso würde sich der Transport von Waren verteuern, da die Inseln stark von Luft- und Schiffsverbindungen abhängig sind.

Fernando Clavijo, Präsident der Kanarischen Inseln, begrüßte die Verlängerung als eine „vital wichtige“ Entscheidung für die wirtschaftliche und soziale Vernetzung des Archipels mit dem Festland. Er hatte sich intensiv in Brüssel und beim spanischen Ministerpräsidenten für die Fortführung der Ausnahmeregelung eingesetzt. Die Verlängerung erwies sich als schwierig, da ursprünglich eine unbefristete Regelung angestrebt wurde, die bisher jedoch nicht erreicht werden konnte.

Die Ausnahme betrifft Flüge und Schiffsreisen innerhalb eines Mitgliedstaates zwischen ultraperipheren Regionen und dem Festland sowie zwischen verschiedenen ultraperipheren Gebieten. Außerdem gilt sie für spezielle Schiffsreisen und für Müllverbrennungsanlagen in diesen Regionen. Die Entscheidung ist Teil der EU-Strategie für Klimaneutralität bis 2050, die seit Anfang 2024 gilt und bei der der Emissionshandel eine zentrale Rolle spielt.

Die Kanarischen Inseln sind als ultraperiphere Region besonders auf günstige Luft- und Seeverbindungen angewiesen, da ein Großteil des Verbrauchs über den Seeweg importiert wird. Ohne die Ausnahmeregelung hätten steigende Kosten die Lebenshaltung und den Tourismus auf den Inseln belasten können. Clavijo unterstrich in Gesprächen mit EU-Kommissaren und dem spanischen Premierminister die Dringlichkeit, diese Ausnahmen zu erhalten, um die Wettbewerbsfähigkeit und Erreichbarkeit der Kanaren zu sichern.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission muss nun noch vom Umweltministerrat und dem Europäischen Parlament bestätigt werden. Anschließend gilt die Verlängerung bis 2035. Die Entscheidung ermöglicht den Bewohnern, Urlaubern und Auswanderern auf den Kanaren weiterhin eine bezahlbare Anbindung an das spanische Festland und schützt die regionale Wirtschaft vor zusätzlichen Belastungen durch die EU-Klimapolitik.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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