Kanarische Regierung nimmt Schließungspläne für Kitas zurück – Politik (Regierungsgebäude)

Kanarische Regierung nimmt Schließungspläne für Kitas zurück

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

2 August, 2026

Die kanarische Regionalregierung hat ihre ursprüngliche Entscheidung zurückgenommen, die Kindertagesstätten Anaga in Santa Cruz de Tenerife und Las Folías in Las Palmas de Gran Canaria zu schließen. Diese Kehrtwende wird von der PSOE Canarias als Erfolg des bürgerschaftlichen Engagements gewertet. Die Sozialdemokraten fordern nun die Übertragung der Kitas samt Personal vom Sozialministerium in das Bildungsministerium.

Die Schließungspläne waren im März mit der Begründung rückläufiger Geburtenzahlen bekanntgegeben worden. Dies stieß jedoch auf starken Widerstand von Familien, Beschäftigten und Gemeinschaften in den betroffenen Stadtteilen Salamanca und Zárate. Die Ankündigung hatte landesweit Proteste ausgelöst, die den Druck auf die Regierung deutlich erhöhten.

Die PSOE kritisierte insbesondere das Sozialministerium für mangelhafte Verwaltung. Sozialministerin Candelaria Delgado wurde vorgeworfen, Investitionen in die Kitas vernachlässigt und durch Personalengpässe sowie Schließungen von Gruppenräumen die Situation verschärft zu haben. Die Sozialdemokratin Elena Máñez bezeichnete die Schließungspläne als Beispiel für eine falsche politische Prioritätensetzung, bei der die Bedeutung frühkindlicher Bildung unterschätzt werde.

Am 29. April brachte die PSOE im Regionalparlament einen nicht-legislativen Antrag ein, der die Offenhaltung der beiden Kitas sicherstellen und die komplette Überführung aller Kindertagesstätten in das Bildungsministerium mit dem dazugehörigen Personal fordern sollte. Trotz Gegenstimmen von Coalición Canaria und Partido Popular wurde der Antrag angenommen.

Diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen für Kinder und Familien auf den Kanaren, wo die Kinderarmutsrate bei 40,2 Prozent liegt. Die Sicherung der Kitas bedeutet nicht nur Arbeitsplätze für das Personal, sondern auch eine bessere soziale Förderung und mehr Chancengleichheit für die Kleinsten. Die PSOE betont, dass frühkindliche Bildung nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in die Zukunft gesehen werden muss.

Mit dem Rückzug der Schließungspläne beginnt nun die Phase, in der konkrete Maßnahmen folgen müssen. Die PSOE fordert die endgültige Übertragung der Kitas und ihrer Mitarbeiter ins Bildungsministerium, um eine stabile und qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Ziel ist es, ein öffentliches Netzwerk von Kitas aufzubauen, das allen Kindern auf den Kanaren gleiche Bildungschancen eröffnet.

Familien, soziale Gruppen und Gewerkschaften hatten sich in den Protesten zusammengeschlossen und so maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Die politische Initiative zeigt, wie Bürgerengagement und parlamentarische Oppositionsarbeit zusammenwirken können, um bildungspolitische Entscheidungen zu beeinflussen. Die nächsten Schritte werden jetzt von der Regionalregierung erwartet, die die Zusagen in praktische Politik umsetzen muss.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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