Die INTERSINDICAL CANARIA FUERTEVENTURA erhebt schwere Vorwürfe gegen den Servicio Canario de la Salud und die Leitung des Hospital General de Fuerteventura. Nach Ansicht der Gewerkschaft wird die Insel mit mehr als 120.000 Einwohnern sowie einer stetig wachsenden Zahl an Touristen systematisch zu einer Gesundheitsversorgung zweiter Klasse verurteilt. Besonders betroffen ist der Bereich der Fachärzte für den Verdauungstrakt, dessen erheblicher Mangel seit längerer Zeit zu massiven Problemen führt. Patienten sehen sich mit unzumutbar langen Wartezeiten, Verschiebungen bei Diagnostik und Behandlung sowie häufigen Verlegungen auf andere Inseln konfrontiert, was die medizinische Versorgung erheblich beeinträchtigt.
Für die Beschäftigten in der Gesundheitsversorgung bedeutet dieser Zustand eine extreme Belastung. Die INTERSINDICAL CANARIA FUERTEVENTURA bemängelt, dass oft nur ein einziger Facharzt eine übermäßige Arbeitslast schultern muss. Die daraus resultierende Überforderung führt zu gesundheitlichen Risiken wie chronischem Stress und Burnout. Krankenstände nehmen zu, während die verbleibenden Mitarbeiter unter der steigenden Belastung weiter leiden. Die Gewerkschaft kritisiert, dass trotz bestehender Vorschriften zum Arbeitsschutz keine ausreichenden Maßnahmen zur Prävention dieser psychischen und physischen Risiken ergriffen werden.
Die INTERSINDICAL CANARIA FUERTEVENTURA fordert daher eine sofortige Aufstockung des Fachpersonals im Bereich des Verdauungstraktes sowie die umgehende Bewertung und Reduzierung der psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz. Zudem soll die Gesundheitsverwaltung konkrete organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitslast zu verringern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Ein spezielles Programm zur Gewinnung und Bindung von Fachärzten auf der Insel wird ebenfalls eingefordert, um die strukturellen Defizite langfristig zu beheben. Die Gewerkschaft verlangt zudem eine öffentliche Erklärung der Verantwortlichen, warum Fuerteventura weiterhin als Sanitätsregion zweiter Klasse behandelt wird.
Bislang liegen keine offiziellen Stellungnahmen der Gesundheitsbehörden oder der Krankenhausleitung zu den Vorwürfen vor. Die INTERSINDICAL CANARIA FUERTEVENTURA betont, dass der Zustand am Hospital General de Fuerteventura kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer systematischen Fehlplanung und fehlender Ressourcenpolitik ist. Die Situation gefährdet sowohl die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung als auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nachhaltig.
Die Hoffnung liegt nun auf einem schnellen Eingreifen der zuständigen Stellen, um die dramatische Lage zu entschärfen. Die Bevölkerung Fuerteventuras sowie die zahlreichen Besucher der Insel sind unmittelbar von der Qualität der medizinischen Versorgung abhängig. Ein Scheitern bei der Umsetzung der geforderten Maßnahmen würde die gesundheitliche Sicherheit weiter gefährden und das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitssystem der Kanarischen Inseln nachhaltig beschädigen.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
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