Der Servicio Canario de la Salud (SCS) investiert zwischen 2023 und 2025 über sieben Millionen Euro in die Anschaffung moderner Ultraschallgeräte für die Primärversorgung auf den Kanarischen Inseln. Ziel ist es, die klinische Ultraschalldiagnostik in Gesundheitszentren, lokalen Praxen und außerklinischen Notfalldiensten zu etablieren und damit die medizinische Erstversorgung für über 2,3 Millionen Menschen entscheidend zu verbessern.
Diese Maßnahme ist Teil der Strategie ECOap, die darauf ausgelegt ist, die Primär- und Gemeinschaftsversorgung auf den Kanaren zu modernisieren und zu stärken. Dabei steht nicht nur die technische Ausstattung im Vordergrund, sondern auch die kontinuierliche Fortbildung von Hausärzten, Kinderärzten und Fachärzten in Weiterbildung im Bereich der Ultraschalldiagnostik.
Die neuen Ultraschallgeräte werden auf 109 Gesundheitszonen verteilt, die 260 Gesundheitszentren sowie 72 Notfallpunkte umfassen. Dabei kommen sowohl stationäre Konsolengeräte als auch mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz, die eine flexible Nutzung ermöglichen – sei es in der Praxis, im häuslichen Umfeld der Patienten oder im Rahmen der außerklinischen Notfallversorgung.
Ein wichtiger Bestandteil von ECOap ist die umfassende Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals. Die Ärzte erhalten Schulungen in verschiedenen Ultraschalltechniken, darunter abdominale, multiorganische, portable sowie pädiatrische Ultraschalldiagnostik. Diese Qualifizierung beginnt bereits während der Facharztweiterbildung, sodass neue Mediziner die Ultraschalldiagnostik als festen Bestandteil ihrer klinischen Praxis übernehmen.
Für die Patienten bringt die Einführung der Ultraschalldiagnostik in der Primärversorgung mehrere Vorteile: Sie ermöglicht eine schnellere und präzisere Diagnosestellung direkt vor Ort, was unnötige Überweisungen und weite Wege zu spezialisierten Einrichtungen reduziert. Gleichzeitig unterstützt die Technologie die Ärzte darin, bessere klinische Entscheidungen zu treffen und somit eine qualitativ hochwertigere Versorgung zu gewährleisten.
Darüber hinaus wird die Integration der Ultraschallbilder in die elektronische Patientenakte vorangetrieben. Ein einheitliches System für Speicherung und Abruf soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsbereiche erleichtern und den Informationsfluss verbessern.
Die Investition und Umsetzung der Ultraschallstrategie auf den Kanaren bedeutet einen bedeutenden Schritt hin zu einer leistungsfähigeren und patientennäheren Primärversorgung. Sie trägt dazu bei, die medizinische Versorgung auf den Inseln effizienter zu gestalten und die Qualität der Erstdiagnostik nachhaltig zu steigern. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich diese Modernisierung in der Praxis auf die Behandlungsergebnisse und die Zufriedenheit der Bevölkerung auswirkt.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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