Spanien verzeichnet zum 1. Juli 2026 mit 49.801.559 Einwohnern einen neuen historischen Höchststand seiner Bevölkerung. Der Zuwachs von 104.178 Personen im zweiten Quartal des Jahres basiert vor allem auf Menschen, die im Ausland geboren wurden. Insgesamt leben in Spanien inzwischen mehr als 10,2 Millionen Personen mit ausländischem Geburtsort, was die demografische Entwicklung maßgeblich prägt. Die Zahl der Ausländer stieg im gleichen Zeitraum auf 7,44 Millionen an, wobei viele von ihnen mittlerweile die spanische Staatsangehörigkeit erworben haben. Im zweiten Quartal 2026 kamen die meisten neuen Migranten aus Kolumbien, Venezuela und Marokko nach Spanien. Gleichzeitig verließen auch Menschen aus diesen Ländern das Land, jedoch in geringerem Umfang. Die spanische Bevölkerung, also jene mit spanischer Staatsbürgerschaft und Geburtsort Spanien, nahm um knapp 17.000 Personen zu. Die Zahl der Haushalte stieg parallel um fast 59.000 auf fast 19,9 Millionen. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Während die Bevölkerungszahl in der Comunidad Valenciana, auf den Balearen und in Asturien vergleichsweise stark wuchs, verzeichneten die Kanarischen Inseln mit einem Wachstum von lediglich 0,03 Prozent das geringste Bevölkerungswachstum aller autonomen Gemeinschaften Spaniens im zweiten Quartal. Dieses geringe Wachstum auf den Kanaren hebt regionale Besonderheiten hervor und hat Auswirkungen auf soziale Infrastruktur und politische Planungen. Die demografische Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Migration für die Bevölkerungsstruktur und stellt lokale Verwaltungen vor die Herausforderung, soziale Angebote und Integration entsprechend anzupassen. Für die Kanarischen Inseln bedeutet das geringe Wachstum, dass Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung weiterhin notwendig bleiben, um den Herausforderungen einer kaum wachsenden Bevölkerung wirksam zu begegnen. Die aktuellen Zahlen der Bevölkerungsentwicklung bieten damit eine wichtige Grundlage für künftige Planungen auf nationaler und regionaler Ebene.
Quelle: laprovincia.es
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