Abriss und Räumung von Casa Las Señoras in Pájara vorerst gestoppt in Inseln (Fallback Fuerteventura)

Abriss und Räumung von Casa Las Señoras in Pájara vorerst gestoppt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

27 August, 2026

Die Casa Las Señoras an der Küste von Cueva de la Negra im Gemeindegebiet von Pájara sollte ursprünglich am 26. August abgerissen und geräumt werden. Das Gebäude ist über 150 Jahre alt und gilt als letzter Zeuge eines ehemaligen Fischer- und Wohnviertels, das von Befürwortern als wertvolles Kulturerbe der Insel angesehen wird. Am geplanten Termin wurde die Abrissmaschine jedoch ohne Eingreifen abgezogen, und die Polizei identifizierte lediglich die Anwesenden, ohne die Räumung durchzuführen.

Zahlreiche Nachbarn, Angehörige der Familie Pascuala Roger, Mitarbeiter der Küstenbehörde und Einsatzkräfte verschiedener Behörden waren den Tag über vor Ort, um die Entwicklung zu verfolgen. Die Situation sorgte für Spannungen zwischen den beteiligten Institutionen, den Bewohnern des Hauses und mehreren politischen Gruppen auf Fuerteventura, darunter der Partido Popular, den Asambleas Municipales de Fuerteventura sowie der Coalición Canaria.

Das Cabildo von Fuerteventura hatte zuvor vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, um jegliche Aktionen in dem betroffenen Gebiet zu verhindern. Grund dafür ist ein nahegelegenes archäologisches Fundstück, dessen Schutz laut kanarischer Gesetzgebung in der Verantwortung des Cabildos liegt. Dieses argumentiert, dass der Abriss des Hauses die archäologische Stätte beschädigen könnte.

Zusätzlich reichte Cristina Valido von der Coalición Canaria am Montag ein Schreiben ein, um im spanischen Kongress eine Debatte über die Situation der Casa Las Señoras anzustoßen und die Gründe für den geplanten Abriss zu hinterfragen.

Am Tag der geplanten Maßnahme versuchte man zudem, das Haus zu verriegeln, in dem mehrere Menschen leben, doch dieser Schritt wurde letztlich nicht vollzogen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Gericht.

Der Bürgermeister von Pájara, Alejandro Jorge, erklärte, dass die Gemeinde die Küstenbehörde über die Vorsichtsmaßnahmen des Cabildos informiert habe, um den Abriss zu verhindern und die historischen und kulturellen Belange zu klären, solange das Verfahren läuft. Gleichzeitig betonte er, dass sowohl die Gemeinde als auch die Bewohner die geltenden Gesetze respektieren und dass das Verfahren in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werde.

Für die Bewohner von Casa Las Señoras bedeutet diese Entwicklung vorerst Sicherheit vor einem erzwungenen Umzug und dem Verlust ihres historischen Zuhauses. Die weitere juristische Klärung wird zeigen, ob das Gebäude langfristig erhalten bleiben kann oder ob der Abriss doch noch durchgeführt wird. Die Angelegenheit bleibt ein Konfliktfeld zwischen Denkmalschutz, Wohnrecht und Küstengesetzgebung.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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