Kanarische Regierung einigt sich auf gemeinsame Linie bei neuer Autonomie-Finanzierung trotz Widerstand im PP – Politik (R…

Kanarische Regierung einigt sich auf gemeinsame Linie bei neuer Autonomie-Finanzierung trotz Widerstand im PP

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

2 September, 2026

Die kanarische Regierung hat sich geschlossen hinter den neuen Vorschlag zur autonomen Finanzierung gestellt, der zwischen dem kanarischen Präsidenten Fernando Clavijo und der Zentralregierung unter Pedro Sánchez ausgehandelt wurde. Trotz der ablehnenden Haltung des Partido Popular (PP) auf nationaler Ebene sicherte der kanarische Vizepräsident Manuel Domínguez, zugleich regionaler PP-Chef, die Unterstützung seiner Partei für Clavijo in den weiteren Verhandlungen zu. Domínguez betonte, dass es innerhalb der kanarischen Koalition keine Spannungen gebe und dass die Regierung „eine einzige Stimme“ vertrete.

Domínguez kündigte zudem an, dass die kanarische Finanzministerin Matilde Asián (PP) nicht an der für Freitag geplanten Sitzung des Rates für Finanz- und Fiskalpolitik teilnehmen werde. Er machte deutlich, dass Verhandlungen mit der Zentralregierung nicht vom PP selbst geführt werden, da man dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez misstraue. Stattdessen werde der kanarische Regierungschef die Interessen der Inselgruppe vertreten. Diese Haltung verdeutlicht die komplexe Dynamik innerhalb der Regierungskoalition, die trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeiten gemeinsam handelt.

Der neue Finanzierungsplan sieht vor, die Ressourcen des Kanarischen Wirtschaftlichen und Steuerlichen Regimes (REF) erstmals von der allgemeinen autonomen Finanzierung zu trennen, was von Clavijo als historischer Fortschritt gewertet wird. Er wies darauf hin, dass nach der erwarteten Zustimmung im Finanzrat das Modell im spanischen Parlament behandelt wird, wo dann die politischen Parteien eine entscheidende Rolle spielen werden. Clavijo räumte ein, dass nicht alle gewünschten Punkte umgesetzt werden konnten, aber die bisherigen Fortschritte seien bedeutend.

Auf nationaler Ebene lehnen zahlreiche Regionen, darunter auch solche unter PP-Regierung, den Vorschlag ab, was die Verabschiedung erschwert. Der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo bezeichnete das Modell als eine Maßnahme zur „Überlebenssicherung“ von Sánchez. Die kanarische Position hingegen bleibt geschlossen und setzt auf Dialog und Konsens.

Der Sprecher der Agrupación Socialista Gomera (ASG) im kanarischen Parlament, Casimiro Curbelo, lobte die Einigung als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohl der Bürger. Er unterstrich, dass die Verteidigung einer einheitlichen Position für die weitere Entwicklung der Kanarischen Inseln entscheidend sei. Besonders begrüßte er die Erhöhung der Ressourcen für die Inseln um 1,337 Milliarden Euro und die explizite Ausklammerung des REF aus dem Finanzierungssystem.

Die kommende Woche ist entscheidend, da die Regierungserklärung zum sogenannten „Decreto Canarias“ im Ministerrat erwartet wird. Domínguez hofft, dass die Zentralregierung die vereinbarten Zusagen einhält und nicht erneut ihre Position ändert. Für die Kanarischen Inseln bedeutet der neue Finanzierungsplan eine wichtige Weichenstellung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung öffentlicher Mittel. Die nächsten Schritte der Verhandlungen werden zeigen, wie stabil die einheitliche kanarische Front im weiteren parlamentarischen Prozess bleibt.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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