Eine Analyse von Drago Canarias zeigt, dass zwischen 2007 und 2025 über ein Drittel aller auf den Kanarischen Inseln verkauften Wohnungen an ausländische Käufer ging. Konkret handelt es sich um 107.965 Immobilien, was 36 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens entspricht. Damit rangieren die Kanaren nach den Balearen an zweiter Stelle in Spanien bezüglich des Anteils von Immobilienverkäufen an Ausländer. Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf den lokalen Wohnungsmarkt und stellt eine große Herausforderung für die Versorgung der einheimischen Bevölkerung dar.
Die Sprecherin von Drago Canarias betonte, dass diese Situation nicht länger hinnehmbar sei und kündigte an, die bestehende Gesetzgebung zur Wohnsitzregelung rigoros durchsetzen zu wollen. Dabei soll sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene nach rechtlichen Möglichkeiten gesucht werden, um die Verfügbarkeit von Wohnraum für Einheimische zu sichern. Die Sprecherin wies darauf hin, dass trotz der angespannten Lage immer noch argumentiert werde, der Mangel an Wohnraum liege vor allem an fehlendem Neubau. Diese Sichtweise werde durch die Verkaufszahlen an Ausländer jedoch widerlegt.
Das Analysezeitraum umfasst verschiedene Phasen der Immobilienentwicklung, darunter das Ende der Immobilienblase 2008, die darauffolgende Krise, die Erholungsphase, die Pandemie und die aktuelle spekulative Phase. Dies verdeutlicht, dass der Verkauf von Wohnungen an ausländische Käufer ein langfristiger und konstanter Trend ist, der sich über unterschiedliche wirtschaftliche Situationen erstreckt.
Die hohe Nachfrage von Ausländern nach Immobilien auf den Kanaren wirkt sich direkt auf die Verfügbarkeit und die Preise von Wohnraum für die lokale Bevölkerung aus. Dies führt zu einer zusätzlichen Belastung für Einheimische, die zunehmend Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die regionalen Behörden stehen somit vor der Herausforderung, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine Balance zwischen dem Interesse ausländischer Käufer und dem Schutz des lokalen Wohnungsmarktes zu finden.
Drago Canarias plant, die Gesetzgebung zur Wohnsitzregelung weiter zu verfolgen und gegebenenfalls anzupassen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Dabei sind insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene eine Hürde, deren Überwindung jedoch als notwendig angesehen wird. Die kommenden Monate werden zeigen, wie diese Initiativen umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie auf den Immobilienmarkt der Kanaren haben werden.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
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