Die Bank of Spain hat vor einer neuen Betrugsform mit der mobilen Zahlungsanwendung Bizum gewarnt, die insbesondere Einwohner Teneriffas und der Kanarischen Inseln betrifft. Bei dieser Masche, bekannt als „Reverse Bizum“, geben sich Kriminelle als Käufer aus und täuschen vor, eine Zahlung zu senden. Tatsächlich wird jedoch die Opferseite dazu verleitet, Geld an die Betrüger zu überweisen.
Der Ablauf dieses Betrugs beginnt meist mit einer Online-Anzeige, über die ein vermeintlicher Käufer Kontakt aufnimmt. Im Zahlungsprozess schicken die Betrüger eine gefälschte Zahlungsanforderung via Bizum, die vom Opfer irrtümlich als Geldeingang bestätigt wird. So kommt es dazu, dass das Opfer unbewusst selbst Geld an die Kriminellen überweist.
Neben dieser Variante gibt es auch andere Methoden, bei denen Betrüger angeblich versehentlich überwiesene Beträge zurückfordern. Die Opfer, in der Hoffnung auf eine echte Zahlung, bestätigen die Rückerstattung, obwohl keine tatsächlichen Gelder eingegangen sind.
Die Bank of Spain empfiehlt daher eine besondere Vorsicht bei Bizum-Nachrichten: Eine tatsächliche Zahlung gilt als automatisch verbucht und erfordert keine Bestätigung. Unerwartete Zahlungsanforderungen oder Rückbuchungsbitten sollten genau geprüft werden. Zudem wird geraten, bei Verdacht umgehend die eigene Bank zu kontaktieren und keine übereilten Entscheidungen zu treffen.
Für den Fall, dass jemand Opfer dieser Betrugsmaschen wird, ist es wichtig, Anzeige bei der Nationalpolizei oder der Guardia Civil zu erstatten und alle Beweise zu sichern. Die Warnung der Bank richtet sich insbesondere an die Bewohner der Kanarischen Inseln, die Bizum häufig nutzen und so direkt von diesen Betrugsversuchen betroffen sein können.
Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von digitaler Vorsicht im Zahlungsverkehr, gerade auf beliebten Inseln wie Teneriffa, wo viele Menschen auf schnelle und unkomplizierte Überweisungen setzen. Wer aufmerksam bleibt und die Hinweise der Bank beachtet, kann sich besser vor finanziellen Schäden schützen.
Quelle: tenerifeweekly.com
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