Die Elternvereinigung des CEIP Tomé Cano in Santa Cruz de Tenerife hat sich mit Nachdruck für schnelle Verbesserungen der Unterrichtsumgebung eingesetzt. Der Grund sind die hohen Temperaturen in den Klassenzimmern, die sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrkräfte zunehmend belastend sind. Über eine Online-Petition auf Change.org machen die Familien auf die unzureichende Ausstattung des alten Schulgebäudes aufmerksam und fordern die Installation von Klimaanlagen sowie von Trinkwasserbrunnen.
Die derzeitige Situation zwingt die Eltern dazu, ihren Kindern zusätzliche Wassermengen oder sogar tragbare Ventilatoren und Fächer mitzugeben, um die Hitze erträglicher zu machen. Die Eltern kritisieren, dass dies keine angemessene Lösung sei, da die Verantwortung für die Infrastruktur bei den öffentlichen Stellen liege und die provisorischen Maßnahmen zudem soziale Ungleichheiten verstärkten. Nicht alle Familien könnten sich solche Hilfsmittel leisten, was zu Benachteiligungen führe.
Die Eltern zeigen sich dankbar für die Bemühungen der Schulleitung, die versucht, mit den vorhandenen Mitteln die Situation zu verbessern. Dennoch sei es nicht Aufgabe des Schulteams, kurzfristige Lösungen für ein grundlegend mangelhaftes Raumklima zu finden. Das Schulgebäude ist alt und verfügt über keine ausreichende Wärmedämmung, was zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und einem erhöhten Risiko für Dehydrierung bei den Kindern führt.
Besonders kritisch ist die Lage für Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS), die empfindlich auf sensorische Überlastung und thermischen Stress reagieren. Die fehlenden funktionierenden Trinkwasserbrunnen im Schulgebäude verschärfen die Situation zusätzlich. Die Installation entsprechender Anlagen ist zwar geplant, wurde aber bisher nicht umgesetzt.
Die Eltern weisen darauf hin, dass der Einsatz von tragbaren Ventilatoren im Unterricht nicht nur unzureichend sei, sondern auch zu Ablenkungen und möglichen Schäden an den Geräten führe. Solche individuellen Lösungen könnten keine öffentliche Klimapolitik ersetzen.
Die Elternvereinigung fordert daher von der Bildungsbehörde der Kanarischen Regierung und der Stadtverwaltung von Santa Cruz de Tenerife ein klares und verbindliches Handeln mit konkreten Zeitplänen. Neben der Installation einer geeigneten Klimatisierung und der Einrichtung von Trinkwasserstellen verlangen sie auch thermische Sanierungsmaßnahmen am Gebäude, um die Auswirkungen der Hitze dauerhaft zu mindern.
Die Forderungen richten sich auf eine Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler, indem die Schulen des Archipels an die zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen angepasst werden. Die Eltern machen deutlich, dass grundlegende Lernbedingungen in den Klassenzimmern nicht vom finanziellen Hintergrund der Familien abhängen dürfen.
Damit steht das CEIP Tomé Cano exemplarisch für viele Bildungseinrichtungen auf den Kanaren, die mit veralteter Infrastruktur auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren müssen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die zuständigen Behörden die Anliegen der Familien ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen zügig umsetzen.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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