Teneriffa prüft psychologischen Zuschuss für junge Menschen mit Zugangshürden – Leben (Jugendliche Platz)

Teneriffa prüft psychologischen Zuschuss für junge Menschen mit Zugangshürden

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25. September 2026

Der Cabildo von Teneriffa hat eine Initiative zur Einführung eines sogenannten Inselzuschusses für psychologische Betreuung für junge Bewohner der Insel vorgestellt. Das Ziel ist es, jungen Menschen, die finanzielle Schwierigkeiten haben oder sonstige Hindernisse beim Zugang zu psychologischer Hilfe erleben, einen niedrigschwelligen und frühzeitigen Zugang zu Fachkräften zu ermöglichen. Der Vorschlag wurde vom Sozialistischen Gruppenverband eingebracht und von allen politischen Fraktionen unterstützt, wodurch er institutionellen Charakter erlangte. Eine unmittelbare Umsetzung ist jedoch noch nicht erfolgt, da zunächst ein technisches Gutachten zur Machbarkeit erstellt werden muss. Dieses Gutachten soll die tatsächlichen Bedürfnisse, Zugangssysteme, Kosten, Verfügbarkeit von Fachpersonal sowie die regionale Verteilung der Angebote prüfen.

Geplant ist, dass der Zuschuss das öffentliche Gesundheitssystem ergänzt und eng mit den Bereichen Primärversorgung, psychische Gesundheit, Bildung und sozialen Diensten koordiniert wird. Die Generalsekretärin der PSOE auf Teneriffa, Tamara Raya, betont, dass viele junge Menschen wissen, dass sie Hilfe benötigen, diese aber nicht bezahlen können oder nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Die Maßnahme soll es erleichtern, diese Hürden zu überwinden und rechtzeitig Unterstützung zu erhalten.

Ein besonderes Merkmal des Zuschusses ist, dass keine feste Anzahl an Therapiesitzungen vorgegeben wird. Vielmehr soll die Dauer der Unterstützung individuell nach fachlichem Ermessen bestimmt werden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der jungen Personen gerecht zu werden. Zudem soll der Zuschuss auf die gesamte Insel ausgeweitet werden und den Vorrang für jene erhalten, die besonders schwer Zugang zu psychologischer Betreuung finden.

Darüber hinaus sieht die Initiative vor, klare Koordinationsmechanismen zu schaffen, damit bei Erkennen einer Risikosituation durch Fachkräfte sofort die erforderliche medizinische Hilfe aktiviert werden kann. Die Dringlichkeit dieses Vorhabens wird durch epidemiologische Daten unterstrichen: Zwischen 2020 und 2024 wurden auf Teneriffa 457 Suizide registriert, allein 2024 waren es 96 Fälle. Zudem gab knapp 13,3 Prozent der 16- bis 29-jährigen Kanarenbevölkerung an, schon einmal suizidale Gedanken gehabt zu haben. Die Suizidrate für die Kanarischen Inseln lag 2024 bei 10,09 Fällen pro 100.000 Einwohner und damit unter dem Wert des Vorjahres.

Tamara Raya betont, dass es wichtig sei, frühzeitig zu handeln und nicht erst dann Hilfe zu bieten, wenn junge Menschen sich bereits in einer Krise befinden. Das weitere Vorgehen sieht vor, dass nun ein technisches Gutachten erstellt wird, das die Grundlagen für die praktische Umsetzung des Zuschusses legt. Dabei sind noch zentrale Fragen offen, etwa die konkreten Zugangsvoraussetzungen, das Budget und der Startzeitpunkt des Programms. Sollte der Zuschuss eingeführt werden, ist zudem eine Evaluation nach dem ersten Betriebsjahr vorgesehen, um die Wirksamkeit und den Nutzen des Angebots zu überprüfen.

Aktuell konzentrieren sich die Verantwortlichen darauf, aus dem politischen Willen ein greifbares und zugängliches Angebot für die Jugendlichen Teneriffas zu machen. Die Initiative könnte für viele junge Menschen auf der Insel eine wichtige Unterstützung darstellen, die bislang keinen Zugang zu psychologischer Betreuung hatten.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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