Die kanarische Regierung hat einen Antikrisenplan vorgestellt, der mit 29,8 Millionen Euro beziffert wird. Davon stammen jedoch 15,3 Millionen Euro aus staatlichen Mitteln, die als Entschädigung für die Auswirkungen eines früheren Dekrets vorgesehen sind. Dies bedeutet, dass nur 14,5 Millionen Euro aus dem eigenen Budget der kanarischen Regierung kommen, was lediglich 0,11 % des gesamten Haushalts von über 12,3 Milliarden Euro ausmacht. Kritiker, darunter die Partei Nueva Canarias, bezeichnen diese Summe als unzureichend und als unzureichende Reaktion auf die steigenden Lebenshaltungskosten aufgrund der aktuellen geopolitischen Krisen.
Besonders umstritten ist die angekündigte Senkung des IGIC (Indirekte Steuer auf den Kanaren) auf 0 % für 45 Grundnahrungsmittel. Tatsächlich war der Großteil dieser Produkte bereits vor der Krise von der Steuer befreit, was die Maßnahme als wenig effektiv erscheinen lässt. Die kanarische Regierung wird dafür kritisiert, dass sie bestehende Regelungen als neue Antikrisenmaßnahmen präsentiert, was als irreführend wahrgenommen wird.
Die Opposition fordert eine schnellere und gezieltere Reaktion auf die Bedürfnisse der Bürger, insbesondere angesichts der besonderen wirtschaftlichen Lage der Kanaren, die durch ihre geografische Isolation und Abhängigkeit von Importen gekennzeichnet ist. Der kanarische Regierungschef Clavijo hat sich zwar mit verschiedenen politischen Gruppen getroffen, um einen gemeinsamen Ansatz zu entwickeln, doch die Umsetzung konkreter Maßnahmen bleibt aus. Die Unzufriedenheit über die unzureichenden Mittel und die mangelnde Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse der Region wächst.
Quelle: el diario canarias ahora
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