Das Cabildo von Fuerteventura hat am Dienstag im Palacio de Formación y Congresos in Puerto del Rosario eine partizipative Veranstaltung zur Erstellung eines Klimaschutzplans für den Tourismussektor abgehalten. Diese Sitzung diente als Plattform für den Austausch zwischen Institutionen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen und der Bevölkerung, um eine klare Strategie zur Dekarbonisierung der Insel zu entwickeln. Die Präsidentin des Cabildo, Lola García, betonte, dass es nicht nur um ein Dokument gehe, sondern um ein Modell für die Insel, das den Herausforderungen des Klimawandels begegnen soll.
García hob die bereits laufenden Initiativen in Bereichen wie Abfallmanagement, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und die Wiederbelebung traditioneller Systeme hervor. Sie forderte ein qualitativ hochwertiges Tourismusmodell, das den Wert steigert und den Druck auf das Gebiet verringert. Der Plan sieht konkrete Maßnahmen mit Zielvorgaben für 2030, 2040 und 2050 vor.
Marlene Figueroa, die Tourismusministerin, wies darauf hin, dass der Tourismussektor jährlich über 222.000 Tonnen CO₂-Emissionen verursacht und einen großen Teil des Energieverbrauchs sowie der Emissionen ausmacht. Sie erklärte, dass der Plan eine klare Richtung für einen kohlenstoffarmen, resilienten Tourismus vorgebe und sowohl eine Umweltverpflichtung als auch eine Chance zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Reiseziels darstelle.
Die Veranstaltung beinhaltete auch technische Präsentationen durch Gesplan, in denen die vier strategischen Linien des Plans vorgestellt wurden: Dekarbonisierung, Regeneration der Ökosysteme, Governance und Finanzierung. Der Tag endete mit Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmer Maßnahmen anhand praktischer Beispiele validierten. Das Cabildo dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Privatsektor und Bevölkerung, um den klimatischen Herausforderungen zu begegnen.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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