Die Regierung der Kanarischen Inseln hat einen weiteren Schritt in Richtung energetischer Transformation unternommen, indem sie ein Treffen zwischen Produzenten und Nachfragenden von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) veranstaltete. Ziel dieser Initiative, die von den Ministerien für ökologische Transition und Energie sowie für Tourismus und Beschäftigung unterstützt wird, ist es, die Machbarkeit von SAF im Archipel zu analysieren und ein nachhaltigeres Modell zu entwickeln. Diese Maßnahme soll die Kanaren als Schlüsselregion für die aufstrebende SAF-Industrie positionieren.
Vor dem Hintergrund internationaler Unsicherheiten in der fossilen Brennstoffversorgung sieht die regionalen Regierung SAF als Chance, um die Luftverkehrsanbindung zu stärken, die Industrialisierung voranzutreiben und Arbeitsplätze auf den Inseln zu schaffen. Derzeit entfallen etwa 17 % des Kerosinverbrauchs in Spanien auf die Kanaren, was die Notwendigkeit unterstreicht, auf nachhaltigere Alternativen umzusteigen. Julieta Schallenberg, die stellvertretende Ministerin für ökologische Transition, betonte, dass die Förderung solcher Kraftstoffe einen Schritt in Richtung energetischer Souveränität und umweltfreundlicher Entwicklung darstellt.
Zusätzlich wurden während des Treffens steuerliche Anreize des kanarischen Wirtschafts- und Steuermodells (REF) diskutiert, die als entscheidende Instrumente zur Anwerbung von Investitionen in SAF-Projekte gelten. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft erörterten die verfügbaren Technologien zur SAF-Produktion, die Nutzung von Abfällen zur Entwicklung und die Finanzierungsmöglichkeiten durch europäische und nationale Programme. Obwohl die Kanaren als ultraperiphere Region nicht verpflichtet sind, die ab 2025 in europäischen Flughäfen geforderten SAF-Quoten einzuhalten, bietet dies die Möglichkeit, die Entwicklung lokal zu führen und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft zu fördern sowie die Emissionen im Luftverkehr zu reduzieren.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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