Der Tribunal Superior de Justicia de Canarias (TSJC) hat entschieden, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung (DIA) für den Circuito del Motor de Tenerife abgelaufen ist. In einem Urteil wurde der Berufung des Cabildos, der Inselregierung, gegen die Nichtigkeit eines der vier Projekte, die mit diesem Vorhaben verbunden sind, nicht stattgegeben. Das Projekt umfasst eine Fläche von 650.000 Quadratmetern in Granadilla und erfordert eine anfängliche Investition von 51 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln.
Die Entscheidung des TSJC unterstützt die Asociación Tinerfeña de Amigos de la Naturaleza (ATAN), die argumentiert, dass das Projekt gegen den Schutz von Arten verstößt. Die DIA wurde 2011 genehmigt, mit der Bedingung, dass die Arbeiten innerhalb von fünf Jahren beginnen müssen. Das Cabildo behauptet, die Arbeiten hätten am 23. August 2016 begonnen, kurz bevor die Frist ablief. Das Gericht stellte jedoch fest, dass die erforderlichen Maßnahmen nicht tatsächlich und fristgerecht durchgeführt wurden.
Das Urteil betont, dass eine seit 2011 gültige DIA nicht mehr akzeptabel ist, wenn keine substantiellen Fortschritte gemacht wurden. Es wird gefordert, dass eine aktualisierte Umweltbewertung erstellt wird, die den heutigen Umweltanforderungen entspricht. Dieses Urteil ist Teil eines größeren Verfahrens, das mehrere rechtliche Anfechtungen des Cabildos und von ATAN umfasst, die sich auf verschiedene Aspekte des Motorrennbahnprojekts beziehen.
ATAN warnt, dass die Umsetzung des Projekts nicht nur erhebliche Umweltschäden verursacht, sondern auch eine erhebliche finanzielle Belastung für die öffentlichen Kassen darstellt. Die Organisation verweist auf die aktuelle Umweltkrise auf der Insel und die alarmierende Verschlechterung der natürlichen Werte, die durch öffentliche und private politische Maßnahmen verschärft wird.
Quelle: el diario canarias ahora
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