Die Guardia Civil hat am Montag eine illegale Feier im Barranco de Balos, nahe der geschützten Cueva del Hermando Pedro in Granadilla de Abona, gestoppt. Diese Veranstaltung war über soziale Medien weltweit beworben worden und folgte einem Muster ähnlicher Feiern, die in der Region stattfanden. Die Polizei reagierte auf eine Beschwerde des sozialen Archäologie-Kollektivs Imastanen, das seit Jahren auf die Problematik solcher illegalen Zusammenkünfte hinweist.
Die Feier wurde als eine Art Tagesevent angekündigt, bei dem die Teilnehmer eingeladen wurden, beim Ausheben einer neuen Höhle zu helfen, die als Musikstudio dienen sollte. Diese Höhlen sind zwar nicht offiziell als schützenswert eingestuft, befinden sich jedoch in einem ökologisch sensiblen Gebiet in der Nähe von Montaña Roja und La Tejita. Das Kollektiv hebt den archäologischen und ethnografischen Wert dieser Orte hervor und kritisiert die Untätigkeit der lokalen Behörden, die bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Problemen konfrontiert waren.
Die Polizei stellte fest, dass zahlreiche Fahrzeuge in der Nähe geparkt waren, was auf die laufende Veranstaltung hinwies. Nach dem Eintreffen der örtlichen Polizei und des Umweltschutzdienstes Seprona übernahm die Guardia Civil die Kontrolle. Die Beamten identifizierten mehrere Anwesende und eröffneten ein Verfahren gegen die Organisatoren.
Die Situation in der Region ist angespannt, da immer wieder illegale Feiern stattfinden. Anwohner berichten von einem allgemeinen Verfall und der Missachtung der Natur, während die Behörden Schwierigkeiten haben, die Besetzungen zu beenden. Das Kollektiv Imastanen fordert eine konsequente Reaktion der Verantwortlichen, um die geschützten Gebiete zu bewahren.
Quelle: el diario canarias ahora
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