Im ersten Quartal 2023 verzeichneten die Kanaren einen bemerkenswerten Rückgang der Arbeitslosigkeit um 14.400 Personen. Damit sinkt die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf 136.500, was einem Rückgang von 9,5 % im Vergleich zum vorherigen Quartal entspricht. Diese aktuellen Daten stammen aus der Encuesta de Población Activa (EPA) des Nationalen Statistikinstituts (INE) und zeigen, dass die Arbeitslosenquote nun bei 11,4 % liegt. Dies ist der niedrigste Stand für ein erstes Quartal seit 2007 und ein positives Signal für die wirtschaftliche Erholung der Region.
In den letzten Jahren hatten die Kanaren mit den Folgen der COVID-19-Pandemie zu kämpfen, die insbesondere den Tourismussektor stark beeinträchtigt hat. Die jetzt veröffentlichten Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft allmählich stabilisiert und das Vertrauen in den Arbeitsmarkt zurückkehrt. Für viele deutschsprachige Leser auf den Kanaren, die möglicherweise in der Gastronomie, im Tourismus oder in verwandten Branchen tätig sind, könnte dies eine ermutigende Entwicklung darstellen.
In diesem Zeitraum wurden zudem 17.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, was einem Anstieg von 1,63 % entspricht. Dies hebt die Gesamtzahl der Beschäftigten auf 1.060.600, die höchste Zahl an Beschäftigten in einem ersten Quartal seit Beginn der Erhebungen. Die Zahl der Erwerbstätigen in den Kanaren betrug zum Ende des ersten Quartals 1.197.100, was einen Anstieg von 2.600 Personen (+0,22 %) innerhalb von drei Monaten bedeutet. Diese Zuwächse könnten auch für die deutschsprachige Gemeinschaft von Bedeutung sein, da sie auf eine wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften hinweisen, was möglicherweise neue Chancen für Jobbewerber eröffnet.
Im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit um 23.700 Personen (-14,8 %) gesunken, während 36.500 neue Arbeitsplätze (+3,6 %) geschaffen wurden. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der weiblichen Arbeitslosigkeit, die sich um 9.800 auf 71.500 verringerte, was einer Frauenarbeitslosenquote von 12,58 % entspricht. Bei den Männern lag die Zahl der Arbeitslosen bei 65.000, mit einer Quote von 10,34 %. Diese Statistiken zeigen, dass Frauen in der Arbeitswelt der Kanaren zunehmend Fuß fassen, was für die Gleichstellung der Geschlechter von Bedeutung ist.
Besonders bei den Jugendlichen unter 25 Jahren fiel die Arbeitslosigkeit um 1.900 auf eine Quote von 17,36 %. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Initiativen zur Förderung von Ausbildung und Praktika in der Region Wirkung zeigen. Im ersten Quartal stieg die Zahl der unbefristet Beschäftigten um 12.000, während die Zahl der befristet Beschäftigten um 3.500 zunahm. Der private Sektor, der traditionell eine wichtige Rolle auf den Kanaren spielt, schuf 18.300 neue Arbeitsplätze, während der öffentliche Sektor 1.300 Stellen verlor.
Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass die Kanaren auf dem Weg zu einer stabileren wirtschaftlichen Zukunft sind. Für die deutschsprachige Bevölkerung könnte dies bedeuten, dass sich die Lebens- und Arbeitssituation verbessert. Die Rückkehr zu einer gesunden Beschäftigungslage könnte auch das soziale Klima auf den Inseln positiv beeinflussen und das Gemeinschaftsgefühl stärken.