Am 1. Mai 2023 rufen in den Kanarischen Inseln zahlreiche soziale Organisationen und Gewerkschaften zu Protesten auf. Die Demonstrationen beginnen um 11:00 Uhr im Parque San Telmo in Las Palmas und um 10:30 Uhr von der Plaza Weyler in Santa Cruz de Tenerife zur Plaza de la Candelaria. Die Hauptthemen der diesjährigen Aktionen sind die Wohnungsnot, der Anstieg der Lebenshaltungskosten sowie die Ablehnung von Kriegen.
Laut der Gewerkschaft CCOO sind etwa 20 Prozent der Arbeiterklasse in den Kanaren von Armut bedroht, was die Dringlichkeit der Problematik unterstreicht. Die Gewerkschaft fordert eine Verbesserung der Lebensbedingungen, einschließlich besserer Löhne, einer Reduzierung der Arbeitszeit und einer Investition in sozialen Wohnungsbau. Manuel Navarro, der Generalsekretär von UGT, kritisierte die lokale Regierung für ihre Untätigkeit in Bezug auf die Bereitstellung von Wohnraum und forderte mehr Investitionen in öffentliche Wohnungen.
Die Proteste stehen auch im Zeichen eines gemeinsamen Mottos: „Rechte, keine Gräben. Löhne, Wohnen und Demokratie“. Dieses Motto vereint die Forderungen beider Gewerkschaften und zielt darauf ab, eine breite Öffentlichkeit zu mobilisieren. In den kommenden Tagen wird ein Manifest veröffentlicht, das die Rolle der Arbeiterklasse als Motor des Reichtums in den Kanaren betont und gegen die ungleiche Verteilung von Ressourcen protestiert.
Zusätzlich wird ein antifaschistischer Charakter der Demonstrationen hervorgehoben, um den zunehmenden Einfluss der extremen Rechten zu bekämpfen. Die Organisatoren fordern auch eine Reduzierung der Rüstungsausgaben zugunsten öffentlicher Dienstleistungen und eine stärkere Unterstützung für sozial benachteiligte Gruppen. Die Mobilisierungen sind ein Aufruf an die gesamte Bevölkerung, sich für soziale Gerechtigkeit und gegen die Bedrohung durch Faschismus zu engagieren.
Quelle: eldiario.es
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