Sorgen um Luftverkehr und Treibstoffpreise auf Fuerteventura – Tourismus (Flugzeuge Airport)

Sorgen um Luftverkehr und Treibstoffpreise auf Fuerteventura

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

2 Mai, 2026

Die Situation auf Fuerteventura ist angespannt, da die Auswirkungen des Krieges im Iran auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Luftfahrtbranche spürbar werden. Antonio Hormiga, Präsident der touristischen Interessenvertretung ASOFUER, äußerte in einem Interview, dass bereits einige Fluggesellschaften ihre Flüge eingestellt haben, da die aktuellen Treibstoffpreise nicht tragbar sind. Diese Entwicklung könnte die Luftverbindungen der Insel erheblich beeinträchtigen und somit auch die touristische Rentabilität gefährden.

Hormiga betonte, dass die Unsicherheit auf dem internationalen Markt schwer abzuschätzen sei. Historisch gesehen haben Konflikte in anderen Regionen häufig dazu geführt, dass Touristen nach Kanarischen Inseln umgeleitet wurden, die als sichere Reiseziele gelten. Doch die gegenwärtige Lage könnte anders sein. Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass sich die Situation innerhalb von zwei bis drei Wochen stabilisieren wird, da die Sommerbuchungen bereits gut laufen und die Auslastung voraussichtlich zwischen 85 und 90 Prozent liegen wird.

Mario de la Cruz, der Geschäftsführer von ASOFUER, wies darauf hin, dass die Nervosität bei einigen Fluggesellschaften auf die Unsicherheiten bezüglich der Kosten zurückzuführen sei. Er betonte, dass die Sommerbuchungen insgesamt jedoch gut konsolidiert seien, solange der Konflikt nicht länger andauert. Zudem forderte er eine schnellere Entwicklung nachhaltiger Flugkraftstoffe, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Derzeit werden in Europa nur drei Prozent der Flüge mit diesen erneuerbaren Kraftstoffen durchgeführt, mit dem Ziel, bis 2030 über 50 Prozent zu erreichen.

Ein weiteres Thema war die bürokratische Hürde bei der Nutzung der Tunera-Pflanze zur Herstellung von nachhaltigen Kraftstoffen. De la Cruz kritisierte, dass die Pflanze aufgrund ihrer Einstufung als invasive Art nicht ausreichend gefördert werden kann. Zudem äußerte ASOFUER Bedenken hinsichtlich der hohen Gebühren und mangelhaften Dienstleistungen von AENA, dem Betreiber der Flughäfen. Hormiga forderte eine stärkere lokale Mitbestimmung bei der Flughafenverwaltung, um die Effizienz zu steigern. Abschließend wurde auch die neue Regelung zu Betten und motorisierten Wagen in touristischen Einrichtungen angesprochen, die bis 2033 umgesetzt werden muss, wobei die bereitgestellten Fördermittel als unzureichend erachtet werden.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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