Die Ankunft eines Kreuzfahrtschiffes, das mit einem Hantavirus-Ausbruch in Verbindung steht, sorgt für Besorgnis unter den Arbeitern des Hafens von Santa Cruz de Tenerife. Das Schiff, derzeit vor der Küste von Kap Verde, plant, in drei Tagen nach Teneriffa zu fahren. Trotz der Ankündigung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Verdächtigen nach Deutschland und in die Niederlande zu evakuieren, bleibt die Unsicherheit groß, da das Unternehmen Oceanwide die Erlaubnis für die Ankunft in Teneriffa erhalten hat.
Die Gewerkschaften zeigen sich besorgt über die Gesundheit der Hafenarbeiter und fordern mehr Transparenz und Informationen über die Situation. Elena Ruiz, Sprecherin der Gewerkschaft der Hafenarbeiter, äußert, dass die Angestellten nicht als „Schutzschild“ für eine internationale Gesundheitskrise fungieren sollten, ohne angemessene Schutzausrüstung und klare Protokolle. Der Hafen von Santa Cruz hat nur drei Schlepper, was bei einem Notfall zu ernsthaften Problemen führen könnte.
Der Hafen von Las Palmas hatte zuvor ausgeschlossen, dass das Schiff in die autonome Gemeinschaft steuern würde, doch die Situation hat sich schnell geändert. Die Gewerkschaften haben bereits rechtliche Schritte oder präventive Streiks angedroht, falls die Gesundheit der Arbeiter zugunsten der kommerziellen Betriebsabläufe gefährdet wird. Die Hafenbehörde hat einen Aktionsplan für die sichere Ankunft des Schiffes, jedoch bleibt unklar, wie dieser umgesetzt werden kann.
Die medizinische Evakuierung von zwei Personen, die dringend behandelt werden müssen, sowie einer Person, die mit einem verstorbenen Passagier in Verbindung steht, erfolgt mit speziellen Flugzeugen. Ein genauer Zeitplan für die Evakuierung steht jedoch noch aus. Die Situation bleibt angespannt und die Hafenarbeiter fordern sofortige Maßnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit.
Quelle: eldiario.es
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