Die kanarische Regierung plant, die Regulierung von Ferienwohnungen zu verbessern, um die Auswirkungen des Tourismus auf Wohngebiete zu minimieren. Dies beinhaltet eine Unterscheidung zwischen kleinen und großen Eigentümern sowie Maßnahmen zur Vermeidung der Umwandlung von Wohngebieten in touristische Zonen. Zudem wird eine Ökosteuer für Nichtansässige in Erwägung gezogen, deren Einnahmen zur Sanierung öffentlicher Infrastrukturen und zum Schutz natürlicher Ressourcen verwendet werden sollen.
Die Gesetzgebung auf den Kanaren hat in der Vergangenheit bereits wichtige Schritte unternommen, um die Umwelt und die Lebensqualität der Bewohner zu schützen. So wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Gesetze verabschiedet, darunter die Gesetzgebung von 1987 zur Erklärung von Naturräumen und die 1994 eingeführte Gesetzgebung zur Erhaltung und Verbesserung der natürlichen Ressourcen des Archipels. Diese Gesetze haben zur Ausweisung von 70 Naturschutzgebieten und 35 Naturparks geführt, darunter bekannte Orte wie La Geria und Las Dunas de Corralejo.
Ein weiterer Aspekt der aktuellen Diskussion ist das demografische Wachstum der Kanaren, das zwischen 1980 und 2025 um 65 % auf etwa 2,2 Millionen Einwohner steigen soll. Im Vergleich dazu wuchs die Bevölkerung im Baskenland in diesem Zeitraum nur um 5,3 %. Prognosen deuten darauf hin, dass die Bevölkerung der Kanaren bis 2050 um mehr als 450.000 Menschen zunehmen könnte, was die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung unterstreicht.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein Expertenkomitee eingerichtet, das die demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen analysierte. Die Experten betonten die Notwendigkeit, die territorialen Planungsrichtlinien an die spezifischen Bedürfnisse der Inseln anzupassen, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten und die Lebensqualität der Einwohner zu sichern. Die Einführung einer Moratoriumsgesetzgebung zur Regulierung touristischer Bettenkapazitäten ist ein Beispiel für diese Bemühungen, um ein Überangebot zu verhindern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Quelle: eldiario.es
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