Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius hat am Montagabend um 19:00 Uhr den Hafen von Granadilla in Richtung der Niederlande verlassen. An Bord befinden sich 32 Personen, nachdem ein beispielloser Evakuierungsbetrieb unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der spanischen Regierung erfolgreich mehr als hundert Passagiere in ihre Heimatländer geflogen hat. Der Hantavirus-Ausbruch hat bisher drei Todesfälle verursacht.
Das Schiff war am Sonntagmorgen im wenig genutzten Hafen von Granadilla angekommen, wo die Passagiere in Schutzkleidung in Gruppen von Bord gingen. Sie wurden mit Booten zur Hafenfläche gebracht, wo sie auf Busse der Militärischen Notfalleinheit (UME) warteten, die sie zum nahegelegenen Flughafen Teneriffa Sur transportierten. Am Sonntag flogen die Passagiere in Charterflügen in mehrere Länder, darunter Frankreich, Kanada und die USA.
Während der Evakuierung wurde bekannt, dass einer der 17 zurückgekehrten US-Bürger positiv auf das Virus getestet wurde und ein weiterer leichte Symptome zeigte. Diese Passagiere werden in einem speziellen Quarantänezentrum in Nebraska isoliert.
Der Evakuierungsprozess wurde durch schwierige Wetterbedingungen erschwert, dennoch konnte die Operation wie geplant abgeschlossen werden. Der spanische Gesundheitsminister Mónica García erklärte, dass der Betrieb nach der letzten Evakuierung der Passagiere erfolgreich beendet wurde. Die WHO lobte die spanische Regierung für ihre effektive Krisenbewältigung.
Quelle: eldiario.es
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