Kanarische Ambulanzmitarbeiter drohen mit Streik wegen Lohnstagnation – Gesundheit (Ambulanzfahrzeug)

Kanarische Ambulanzmitarbeiter drohen mit Streik wegen Lohnstagnation

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

14 Mai, 2026

Die Gewerkschaften in den Kanarischen Inseln haben einen Vorwarnung für einen Streik im Sanitätsdienst ausgesprochen. Grund dafür ist der „Blockadezustand“ in den Verhandlungen über den IV. Tarifvertrag für diesen Sektor. Die Gewerkschaften CCOO, CSIF und USO fordern dringend eine Lösung, nachdem die Mitarbeiter seit über einem Jahr ohne Gehaltserhöhung arbeiten müssen. Der bestehende Tarifvertrag lief am 31. Dezember 2024 aus, und seitdem sind die Löhne eingefroren.

Die Gewerkschaften haben bereits konkrete Termine für Protestaktionen festgelegt. So sind Streiktage am 8. und 19. Juni geplant, gefolgt von unbefristeten Streiks jeden Freitag ab diesem Datum. Diese Maßnahmen sollen Druck auf die Arbeitgeber ausüben, die sich laut den Gewerkschaften weigern, über Lohnerhöhungen zu verhandeln. Enrique Espi, der Verantwortliche des Sektors bei CCOO, betont, dass „Löhne im Tarifvertrag verhandelt werden müssen und nicht durch externe Ausreden erbeten werden“.

Die Gewerkschaften kritisieren die Haltung der Arbeitgeber als „inakzeptabel“, insbesondere in einem Bereich, der für die Bevölkerung von entscheidender Bedeutung ist. Die Mitarbeiter im Sanitätsdienst stehen unter erheblichem physischen und emotionalen Druck, arbeiten in langen Schichten, oft nachts und müssen ständig unter hohem Druck arbeiten.

Ein zentraler Streitpunkt ist die geforderte Gehaltserhöhung von 21 % für den Zeitraum 2019-2025 sowie eine zusätzliche Erhöhung von 4 % für 2026. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch die ARTS, schlägt lediglich eine Erhöhung von 13 % plus 4 % vor, die jedoch an zukünftige administrative Entscheidungen oder neue öffentliche Aufträge gebunden ist. „Die Unternehmen dürfen die administrative Finanzierung nicht als Ausrede verwenden, um die Gehaltserhöhung hinauszuzögern“, sagt Espi.

CCOO weist darauf hin, dass die Streikankündigung nicht das Ziel an sich ist, sondern eine Maßnahme, um die Arbeitgeber zu zwingen, die seit Monaten stagnierenden Verhandlungen wieder aufzunehmen. In diesem Zusammenhang fanden im März auf allen Inseln Versammlungen statt, in denen die Belegschaften die Protestaktionen mehrheitlich unterstützten.

Die Gewerkschaften machen deutlich: „Ohne einen würdigen Tarifvertrag, ohne aktualisierte Gehälter und ohne echte Fortschritte wird es zu Streiks kommen.“ Diese Worte verdeutlichen den Ernst der Lage und die Entschlossenheit der Mitarbeiter im Sanitätsdienst, für ihre Rechte zu kämpfen. Die Situation könnte auch Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung haben, weshalb sowohl Einheimische als auch Touristen auf mögliche Entwicklungen achten sollten.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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