Rund 455 Ärzte im Dienst des Servicio Canario de la Salud (SCS) haben am Mittwoch, dem 20. Mai, an der nationalen Ärzte-Huelga teilgenommen. Diese Protestaktion richtet sich gegen die geplante Reform des Statuts für medizinisches Personal, die vom spanischen Gesundheitsministerium vorgeschlagen wurde. Von den insgesamt 4.625 betroffenen medizinischen Fachkräften auf den Kanaren haben somit etwa 9,84 Prozent die Huelga unterstützt.
Die Huelga fand in verschiedenen Gesundheitsbereichen statt, wobei die Beteiligung in Gran Canaria mit 12,77 Prozent am höchsten war. Hier beteiligten sich 234 von 1.833 betroffenen Ärzten. In Teneriffa lag die Beteiligung bei 9,55 Prozent, was 211 Ärzten entspricht. Die Rückmeldungen aus den anderen Inseln zeigen eine niedrigere Beteiligung: In Lanzarote waren es 6,19 Prozent (18 von 291), in Fuerteventura 1,29 Prozent (4 von 310) und auf La Palma 4,29 Prozent (7 von 163). Auf den Inseln La Gomera und El Hierro gab es hingegen keine Teilnehmer an der Huelga.
Die Gesundheitsbehörde der Kanaren erklärte, dass trotz der Huelga die meisten medizinischen Dienste aufrechterhalten werden konnten. Von den insgesamt 1.190 verfügbaren Fachkräften arbeiteten 1.190 in minimalen Diensten, was darauf hindeutet, dass die Grundversorgung der Patienten nicht beeinträchtigt wurde. Die Behörden berichteten, dass der Protesttag ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief.
Die Reform des Statuts für medizinisches Personal wird von vielen Ärzten als notwendig erachtet, um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung zu verbessern. Die Huelga ist Teil eines größeren nationalen Protestes, der auch in anderen Regionen Spaniens zu spüren ist. Die Organisatoren fordern von der Regierung eine Überarbeitung der Vorschläge, um die Anliegen der medizinischen Fachkräfte besser zu berücksichtigen.
Für Urlauber und Einheimische auf den Kanaren bleibt die Situation angespannt. Patienten, die auf medizinische Dienstleistungen angewiesen sind, sollten sich über eventuelle Änderungen in der Verfügbarkeit von Ärzten informieren. Die Gesundheitsbehörde hat bisher jedoch versichert, dass die Notfallversorgung und die grundlegenden medizinischen Dienstleistungen weiterhin gewährleistet sind.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Huelga eine nachhaltige Wirkung auf die Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium haben wird. Die Ärzte hoffen, durch ihren Protest die Aufmerksamkeit der Regierung auf ihre Anliegen zu lenken und Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung auf den Kanaren zu erreichen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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