Die Bürgerplattform SOS Playa de San Marcos hat konkrete Maßnahmen gefordert, um die Badebedingungen an der Küste von Icod de los Vinos in den Sommermonaten zu verbessern. Beatriz Acosta Saez, eine Sprecherin der Plattform, betonte in einem Interview, dass die Situation an der Playa de San Marcos momentan untragbar sei. „Wir können nicht auf das Freischalten des Sanierungsprojekts warten; es sind sofortige Maßnahmen erforderlich, um die Badesituation für die Menschen zu verbessern“, stellte Acosta klar.
Um ihre Forderungen zu untermauern, trafen sich Mitglieder der Plattform am Montag mit Bürgermeister Javier Sierra sowie mehreren Ratsmitgliedern der Regierungskoalition (AI-PSOE). Dabei präsentierten sie verschiedene Vorschläge, die darauf abzielen, den Zugang zur Küste sicherer zu gestalten. Eine der Ideen sieht vor, den Zugang zum Hafen zu bestimmten Tageszeiten zu regeln, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Nachts soll der Zugang gesperrt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Obwohl die Entscheidungshoheit bei den Häfen der Kanarischen Inseln liegt, wird die Gemeindeverwaltung diese Möglichkeit durch einen technischen Bericht anfordern.
Ein weiterer Vorschlag umfasst den Bau eines Weges vom Strand ins Wasser, um den Zugang zu erleichtern. Zudem sollen die örtlichen Behörden den Bereich aufräumen und neu streichen. Auch die Wiederherstellung von Holzstegen, die durch die Gezeiten weggespült wurden, könnte in Betracht gezogen werden. Hierbei sollen kleine Schaufeln verwendet werden, um Steine zu entfernen, wobei darauf geachtet werden muss, den verbleibenden Sand nicht zu gefährden.
Acosta zeigte sich optimistisch, dass diese Maßnahmen sowohl angemessen als auch notwendig seien und die aktuelle Situation am Strand verbessern würden. „Wir glauben, dass diese Maßnahmen die Badesituation während der Sommermonate erheblich verbessern würden“, sagte sie. Diese Vorschläge seien als präventive Maßnahmen zu verstehen und nicht als dauerhafte Lösungen.
Die Forderungen der Plattform stehen nicht im Zusammenhang mit einer Protestaktion, die am 16. Mai vor der Präsidentschaft der Regierung von Santa Cruz de Tenerife stattfand. Dort hatten Bürger die Freigabe des seit über einem Jahrzehnt verzögerten Sanierungsprojekts für diesen Küstenabschnitt gefordert. Acosta wies darauf hin, dass eine Umsetzung des Projekts nicht innerhalb von drei Monaten, sondern über Jahre erfolgen könne. „In der Zwischenzeit möchte die Öffentlichkeit jedoch die Playa de San Marcos genießen“, so die Sprecherin.
Für deutsche, österreichische und Schweizer Urlauber sowie Auswanderer auf den Kanaren ist es wichtig, die Entwicklungen an der Playa de San Marcos zu verfolgen. Die geforderten Maßnahmen könnten nicht nur die Sicherheit und Zugänglichkeit des Strandes verbessern, sondern auch die Attraktivität des Gebiets für Touristen erhöhen. Ein sicherer und gut zugänglicher Strand ist entscheidend für die Sommermonate und könnte somit einen positiven Einfluss auf den lokalen Tourismus haben.
Quelle: tenerifeweekly.com
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