Die Kanarischen Inseln starten eine umfassende Gesundheitsstrategie mit dem Ziel, das Wohlbefinden der Bevölkerung bis 2032 deutlich zu verbessern. Das Servicio Canario de Salud (SCS) koordiniert die Umsetzung der „Estrategia de Promoción de la Salud y el Bienestar en la Comunidad Autónoma de Canarias 2026 – 2032“. Bei einem jüngsten Treffen in der Gesundheitsverwaltung wurden die Details und Maßnahmen dieser Strategie vorgestellt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gesundheitsbereichen organisiert.
Der Direktor der öffentlichen Gesundheit des SCS, José Díaz-Flores, betonte die Bedeutung der Strategie als klare Leitlinie für die Förderung von Gesundheit und Prävention auf den Kanaren. Die Initiative spiegelt das Engagement der kanarischen Regierung wider, eine gesündere, nachhaltigere und ausgeglichenere Gesellschaft zu schaffen, in der die Menschen und Gemeinschaften im Zentrum der Gesundheitsmaßnahmen stehen.
Die Strategie zielt darauf ab, allen Menschen auf den Kanaren die Möglichkeit zu geben, ihr höchstes Gesundheitspotenzial zu erreichen. Dabei stehen die Förderung eines gesunden und nachhaltigen Lebensstils sowie die Verringerung von Krankheitslast und gesundheitlichen Ungleichheiten im Mittelpunkt. Die Maßnahmen orientieren sich an den Besonderheiten der Inselregion und knüpfen an nationale Gesundheitsstrategien an, wie die spanische Strategie für öffentliche Gesundheit 2022 und die Initiativen zur Bewältigung chronischer Krankheiten.
Die Zielgruppen der Gesundheitsförderung sind klar definiert: Kinder und Jugendliche (0-18 Jahre) sollen frühzeitig gesunde Wachstumsbedingungen und positive Gewohnheiten erhalten. Erwachsene im Alter von 19 bis 54 Jahren werden angeleitet, gesunde Lebensweisen zu übernehmen und ihre Lebens- und Arbeitsumfelder zu verbessern. Für ältere Menschen ab 55 Jahren liegt der Fokus auf der Förderung von Autonomie, der Vorbeugung von Gebrechlichkeit und einem aktiven, qualitativ hochwertigen Altern.
Zu den Hauptzielen der Strategie gehört die Förderung von gesundheitlicher Chancengleichheit. Unabhängig von sozioökonomischem Status, Geschlecht oder Wohnort sollen alle Inselbewohner dieselben Möglichkeiten erhalten, gesund zu bleiben. Zudem soll die Gemeinschaft stärker in Gesundheitsentscheidungen eingebunden werden, um Engagement und Eigenverantwortung zu fördern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung, dass die Gesundheitsförderungsprogramme langfristig wirksam und nachhaltig bleiben.
Die Bedeutung der Gesundheitsförderung liegt in ihrem präventiven Charakter. Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs lassen sich durch einen gesunden Lebensstil deutlich reduzieren oder sogar verhindern. Dazu gehören ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht sowie der Verzicht auf schädliche Substanzen wie Tabak und übermäßigen Alkoholkonsum. Die Strategie setzt daher auf präventive Maßnahmen, die die Lebensqualität verbessern und die Krankheitslast senken.
Für die Umsetzung sind drei strategische Achsen vorgesehen: Erstens die Koordination und Informationsverbreitung. Hierbei sollen die verschiedenen Akteure aus Gesundheitswesen, Bildung, Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten. Spezielle technische Kommissionen auf autonomen und lokaler Ebene werden eingerichtet, um den Austausch und die Abstimmung zu gewährleisten. Zudem sollen wissenschaftlich fundierte Gesundheitsinformationen über Kanäle wie „Canarias Saludable“ verbreitet werden. Unterstützt wird dies durch Programme wie die Kanarische Strategie für gesundheitsfördernde Inseln und Gemeinden (ECIMPS) sowie Gesundheitsklassen, die als Referenz für die Förderung von Gesundheit auf den Inseln dienen.
Die zweite Achse konzentriert sich auf die Förderung gesunder Lebensstile in allen Altersgruppen, während die dritte Achse auf die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Einbindung der Bevölkerung in gesundheitsfördernde Aktivitäten abzielt. Durch diese strukturierte Herangehensweise will das SCS die Voraussetzungen schaffen, um die Gesundheit der Kanarier nachhaltig zu verbessern und die Herausforderungen chronischer Krankheiten wirkungsvoll zu begegnen.
Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet die Strategie eine verbesserte Gesundheitsversorgung mit stärkerer Ausrichtung auf Prävention und Lebensqualität. Auch lokale Verwaltungen und Gesundheitsdienste werden künftig intensiver zusammenarbeiten, um gesundheitsfördernde Angebote und Informationen leichter zugänglich zu machen. Damit soll die Lebensqualität auf den Inseln insgesamt steigen – ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige und gesunde Inselgesellschaft.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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