Puerto del Rosario plant 9,5 Millionen Euro für Infrastruktur und Wohnungsbau bis 2027 auf Fuerteventura (Puerto Del Rosa…

Puerto del Rosario plant 9,5 Millionen Euro für Infrastruktur und Wohnungsbau bis 2027

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

4 Juni, 2026

Puerto del Rosario, die Hauptstadt von Fuerteventura, bereitet sich auf eine umfassende Modernisierung vor. Der Stadtrat hat kürzlich einen mehrjährigen Investitionsplan über mehr als 9,5 Millionen Euro verabschiedet, der vor allem für die Jahre bis 2027 zahlreiche Bau- und Sanierungsprojekte vorsieht. Bürgermeister David de Vera weist Kritik zurück, der Plan sei nur ein Wahlkampfmanöver. Stattdessen betont er, dass die Stadtverwaltung zu Beginn dieser Legislaturperiode keinerlei konkrete Projekte oder Planung hatte.

Mit dem jetzt verabschiedeten Plan will die Stadtverwaltung eine geordnete und langfristige Umsetzung von Investitionen sicherstellen. De Vera erklärt, dass der frühere Kurs von kurzfristigen, improvisierten Reparaturen und Flickarbeiten nicht zielführend gewesen sei. Stattdessen liegen nun konkrete Projekte mit genehmigten Flächennutzungen und verfügbaren Grundstücken vor, die es erlauben, die Bauvorhaben systematisch und wirtschaftlich zu planen. Das Programm umfasst unter anderem umfangreiche Asphaltierungsarbeiten, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

Ein wichtiger Punkt im Plan ist die Entwicklung des Stadtteils La Mareta. Obwohl das Asphaltierungsprojekt für La Mareta derzeit nicht im Mehrjahresplan enthalten ist, hat die Stadtverwaltung bereits ein genehmigtes Projekt mit entsprechender Finanzierung vorliegen. Das einzige Hindernis ist die Verfügbarkeit der Grundstücke, da es sich um nicht konsolidiertes städtisches Gebiet handelt. Die Stadt arbeitet mit den Grundstückseigentümern an einer kostenlosen Übertragung der Verkehrsflächen, um das Projekt voranzutreiben. Bürgermeister de Vera räumt ein, dass es innerhalb der laufenden Legislatur schwierig sein wird, mit den Bauarbeiten zu beginnen, verspricht aber den Anwohnern, das Vorhaben weiter zu verfolgen.

Neben La Mareta gibt es Fortschritte im Barrio Nuevo von El Matorral, ebenfalls ein nicht konsolidiertes Stadtgebiet. Das Umweltamt hat bereits eine positive Stellungnahme abgegeben. Nun stehen weitere Abstimmungen mit den Anwohnern und Eigentümern an, um die Urbanisierungspläne zu finalisieren und eine Kompensationsgemeinschaft zu gründen. Diese soll die Finanzierung und Durchführung der notwendigen Infrastrukturarbeiten sicherstellen.

Auch im Bereich Wohnungsbau tut sich einiges. Kürzlich wurde der Grundstein für den Bau von 47 neuen Wohnungen in der Calle Don Quijote gelegt. Insgesamt befinden sich aktuell 176 öffentlich geförderte Wohnungen des Kanarischen Regierungsprogramms in Puerto del Rosario in der Entwicklung. Dies sind die ersten sozialen Wohnungsbauprojekte nach mehr als zwanzig Jahren. Allerdings reichen diese Zahlen nicht aus, um die aktuelle Nachfrage zu decken. De Vera verweist auf private Initiativen und mehrere genehmigte oder in Bearbeitung befindliche Bebauungspläne, die zusätzliche Flächen für Wohnraum schaffen sollen. Allein mehr als 20.000 Quadratmeter wurden bereits an die kanarische Regierung übergeben. Fünf Teilbebauungspläne sind genehmigt oder in Bearbeitung, die neue Wohngebiete eröffnen werden. Außerdem gibt es aktuell über 150 genehmigte Wohneinheiten in Puerto del Rosario.

Der Bürgermeister warnt jedoch, dass das Wachstum nicht ohne den Ausbau der grundlegenden Infrastruktur möglich ist. Insbesondere die Kanalisation stellt eine Herausforderung dar. Hier investiert das Territorialressort der Kanarischen Regierung unter Leitung von Manuel Miranda über 15 Millionen Euro in die Erweiterung der Kläranlage.

Was die Verwaltung betrifft, so hat sich die technische Abteilung des Rathauses nach einer Phase der Inaktivität deutlich stabilisiert. Alle Stellen sind inzwischen besetzt, und durch eine bessere Aufgabenverteilung konnten Abläufe beschleunigt werden. Die Bürger erhalten mittlerweile einen leichteren Zugang zu den Dienstleistungen der Stadtverwaltung, auch wenn weitere Verstärkungen nötig bleiben.

Ein weiteres aktuelles Thema ist der Umzug der örtlichen Polizei in neue Räumlichkeiten im Einkaufszentrum Las Rotondas. Dieser erfolgt im Zuge eines städtebaulichen Abkommens zur Einhaltung einer gerichtlichen Entscheidung wegen Überschreitung der Bebaubarkeit der Unternehmensinfrastruktur. Die Unterzeichnung des Vertrags ist für den 15. Juni angesetzt. Die ursprünglich für 300.000 Euro geplanten Mittel wurden neu geordnet, da ohne die Räume kein Projekt zur Anpassung beauftragt werden konnte. Für die Planung sind 50.000 Euro vorgesehen, die eigentliche Umsetzung der Umbaumaßnahmen ist für 2027 geplant, sofern die Überlassung wie vorgesehen erfolgt.

Zusammenfassend zeigt sich, dass Puerto del Rosario nach Jahren ohne klare Planung nun mit einem strukturierten Investitionsprogramm wichtige Weichen für die Zukunft stellt. Die Kombination aus Infrastrukturprojekten, Wohnungsbau und Verwaltungsmodernisierung soll den Herausforderungen einer wachsenden Stadt gerecht werden und die Lebensqualität für Bewohner und Besucher verbessern.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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