Am 5. Juni rückt La Palma als Insel mit einem umfangreichen Programm zum Weltumwelttag ins Rampenlicht. Die kanarische Insel beherbergte gleich mehrere bedeutende Veranstaltungen, die von der kanarischen Umwelt- und Energieministerium unter Leitung von Mariano H. Zapata koordiniert wurden. Ziel war es, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und den Kampf gegen den Klimawandel sowohl für die Bevölkerung als auch für Wissenschaftler und Schüler greifbar zu machen.
Den Auftakt bildete das EcoFest 2026 in Santa Cruz de La Palma. Diese Veranstaltung, die bereits in ihrer zweiten Ausgabe stattfindet, verknüpft Freizeit, Bildung und Umweltbewusstsein. Das Fest legte einen starken Fokus auf Themen wie verantwortungsbewussten Konsum, Abfallmanagement, Wassersparen, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. Zahlreiche Informationsstände, Workshops und Vorträge boten den Besuchern praktische Einblicke und Anregungen für einen umweltfreundlicheren Alltag. Schulen aus dem Ort, Umwelteinrichtungen wie die Grünen Büros der Kanarischen Inseln (Oficinas Verdes de Canarias) sowie das Meeresschutznetz RedPROMAR waren aktiv beteiligt. Diese breite Beteiligung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Umweltbildung auf La Palma.
Im Anschluss besuchte Zapata Los Llanos de Aridane, wo das Projekt NaturLlanos stattfand. Diese Initiative richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche und verwandelt öffentliche Räume in lebendige Lernorte. Gemeinsam mit dem Bürgermeister José Javier Llamas und der Umwelträtin des Cabildos, Mónica Gómez Curiel, traf sich der Minister mit Schulklassen, die an der Aktion „300 Stimmen für eine bessere Gemeinde“ teilnahmen. Dabei geht es darum, junge Menschen zu motivieren, sich aktiv an Umwelt- und Gemeindethemen zu beteiligen. Die Aktivitäten umfassten kulturelle Begegnungen, Filmvorführungen, offene Gesprächsrunden sowie den Bau von Recyclingstationen an Schulen. Zudem wurden Workshops, virtuelle Realitätserfahrungen und Müllsammelaktionen durchgeführt.
Besonderes Interesse fanden die Einsatzteams für Waldbrandbekämpfung des kanarischen Regierungs (EIRIF), die mit Fahrzeugen und Ausrüstung vor Ort waren und den Kindern spielerisch ihre Arbeit näherbrachten. Ebenso präsent war das Agroforstprojekt La Palma, das traditionelle Landwirtschaft in den Mittelgebirgsregionen fördert. Diese Initiative schützt die Biodiversität und wirkt als natürliche Barriere gegen Waldbrände, die in der Schnittstelle zwischen Stadt und Wald besonders gefährlich sind. Ein weiterer Schwerpunkt war das Projekt PICAs (Prävention, Information und Bewusstseinsbildung für Anpassung und Sicherheit), das sich ebenfalls auf Waldbrandschutz konzentriert.
Den Abschluss des Tages bildete in Tazacorte der siebte Blaue Wirtschaftsforum La Palma, das von PLOCAN organisiert wurde. Hier diskutierten Experten über die Zukunft der nachhaltigen Nutzung der vulkanischen Küstengebiete. Im Fokus standen innovative Ansätze, der Aufbau eines Biodiversitäts- und Wirtschaftsbeobachtungszentrums namens „Rogelio Herrera“ sowie die Nutzung von Echtzeitdaten zur Meeresbeobachtung. Außerdem wurden Anwendungen künstlicher Intelligenz zur Umweltanalyse und die Einbindung der Bevölkerung in wissenschaftliche Projekte vorgestellt. Der Bürgermeister von Tazacorte, David Ruiz, und der PLOCAN-Direktor Joaquín Hernández begleiteten die Veranstaltung.
Der Weltumwelttag wurde 1973 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und gilt als wichtigste internationale Plattform zur Förderung von Umweltbewusstsein und nachhaltigem Handeln. Die Aktivitäten auf La Palma spiegeln die vielfältigen Herausforderungen und Chancen wider, die mit dem Schutz der Natur und der Förderung einer ökologischen Transformation verbunden sind. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bieten diese Programme wertvolle Impulse, wie jeder im Alltag zum Umweltschutz beitragen kann – von der Mülltrennung über den sparsamen Umgang mit Ressourcen bis hin zur aktiven Teilnahme an lokalen Initiativen. La Palma setzt damit ein deutliches Zeichen als Vorreiterin im Bereich Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung innerhalb der Inselgruppe.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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