Candelaria startet umfassende Kontrolle von fast 650 Ferienwohnungen – Wohnen (Mietwohnung)

Candelaria startet umfassende Kontrolle von fast 650 Ferienwohnungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

9 Juni, 2026

Die Gemeinde Candelaria auf Teneriffa hat einen umfassenden Plan zur Kontrolle und Überprüfung aller Ferienwohnungen im Gemeindegebiet beschlossen. Bei der Sitzung des Gemeinderats am 28. Mai wurde ein Verfahren verabschiedet, mit dem knapp 650 Ferienwohnungen mit sogenannter „declaración responsable“ systematisch überprüft werden sollen. Ziel ist es, legale von illegalen Unterkünften zu trennen und gegen Verstöße konsequent vorzugehen.

Der Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung wollen so für Transparenz und Rechtssicherheit sorgen. Eigentümer, deren Ferienwohnungen offiziell registriert sind, erhalten eine Frist von fünf Jahren, um ihre Angebote zu legalisieren und den gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Innerhalb dieses Übergangszeitraums können sie die Tätigkeit aufrechterhalten, sofern sie alle baurechtlichen und gewerblichen Bedingungen erfüllen.

Kernstück des Kontrollplans ist ein detailliertes kommunales Verzeichnis aller Ferienwohnungen. Dieses wird von den technischen Abteilungen auf der Grundlage einer Excel-Liste erstellt, die vom Tourismusministerium der Kanarischen Inseln zur Verfügung gestellt wurde. Für jede Unterkunft wird eine individuelle Akte angelegt. Diese enthält neben Adresse, Größe und Anzahl der Schlafzimmer auch die Katasterdaten sowie alle relevanten Verwaltungsakte, wie Baugenehmigungen oder Auflagen zur Nutzung. Durch die Zusammenführung dieser Informationen entsteht ein vollständiges Bild der Rechtslage jeder Immobilie.

Die Überprüfung übernimmt eine eigens eingerichtete Arbeits- und Überwachungskommission. Diese trifft sich wöchentlich, um jeden Fall einzeln zu bewerten. Die Kommission besteht aus politischen Vertretern, Juristen, technischen Fachkräften, Architekten sowie einem Polizeibeamten. Letzterer ist für die Aufnahme von Beschwerden und Ordnungswidrigkeiten zuständig, etwa bei Lärmbelästigung oder anderen Verstößen.

Die Kommission arbeitet nach klaren Kriterien: Ferienwohnungen, die gar nicht in der offiziellen Liste des Tourismusministeriums auftauchen, gelten als illegal und erhalten eine negative Bewertung. Ebenso werden Objekte mit fehlenden oder unvollständigen Baugenehmigungen überprüft. Dabei wird auch berücksichtigt, ob Verstöße bereits verjährt sind. Selbst dann gelten die Immobilien als illegal und können nicht genehmigt werden. Eigentümer ohne gültige Betriebserlaubnis müssen sich im Anhörungsverfahren rechtfertigen. Bei Verstößen wird die Tätigkeit untersagt. Zudem werden laufende Verfahren, Beschwerden und Inspektionen in die Bewertung einbezogen.

Das Kontrollverfahren orientiert sich an der Gesetzgebung der Kanarischen Inseln, speziell an der Ley 6/2025 vom 10. Dezember zur nachhaltigen Nutzung von Ferienwohnungen. Diese schreibt den Gemeinden vor, innerhalb von acht Monaten nach Inkrafttreten der Regelung mit der Kontrolle zu beginnen. Der Plan in Candelaria gilt für maximal vier Jahre. Nach Abschluss der Überprüfung wird eine Evaluierung erstellt und an das Cabildo von Teneriffa sowie an das kanarische Tourismusministerium übermittelt.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa bedeutet dies eine strengere Kontrolle des Angebots an Ferienunterkünften. Wer eine Ferienwohnung mietet oder anbietet, kann künftig mit einer größeren Rechtssicherheit rechnen. Illegale Angebote sollen vom Markt genommen werden, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und den nachhaltigen Tourismus zu fördern. Gleichzeitig erhalten Eigentümer eine klare Frist, um ihre Objekte zu legalisieren. Die Maßnahmen könnten auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Preise von Ferienunterkünften auf Teneriffa haben, da ein Teil der Wohnungen nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und somit vom Markt genommen werden könnte.

Insgesamt stärkt der Plan die Regulierung des Ferienwohnungsmarktes in Candelaria und setzt ein Zeichen für mehr Transparenz und Rechtssicherheit im Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Für alle Beteiligten – von den Behörden bis zu den Nutzern – bedeutet dies mehr Klarheit und Verlässlichkeit bei der Nutzung von Ferienwohnungen.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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