371 Millionen Euro für Kanaren im neuen spanischen Wohnungsbauplan 2026-2030 – Wohnen (Sozialwohnung)

371 Millionen Euro für Kanaren im neuen spanischen Wohnungsbauplan 2026-2030

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

12 Juni, 2026

Die Kanarischen Inseln erhalten für den Zeitraum 2026 bis 2030 insgesamt 371 Millionen Euro aus dem neuen staatlichen Wohnungsbauplan Spaniens. Am Donnerstag bestätigte das Ministerium für Wohnen und städtische Entwicklung die Verteilung der insgesamt 7 Milliarden Euro, die in diesem Plan vorgesehen sind. Für das Jahr 2026 sind davon 800 Millionen Euro als Jahresbudget vorgesehen, von denen ein bedeutender Anteil den Kanaren zugutekommt.

Der Plan wurde mit einstimmiger Zustimmung aller autonomen Gemeinschaften und Städte verabschiedet. Damit setzt die spanische Regierung ihre bisherige Strategie fort, bei wichtigen sozialen Fragen wie dem Wohnungsbau breite politische Übereinstimmung zu erzielen. Staatssekretär David Lucas betonte bei der Sitzung, dass die verschiedenen Verwaltungsebenen trotz unterschiedlicher politischer Ausrichtungen gemeinsam an der Lösung eines der drängendsten Probleme der Bevölkerung arbeiten.

Die Kanarischen Inseln sind besonders von steigenden Preisen für Neubauten betroffen. Aktuell verzeichnet die Region die höchste jährliche Steigerungsrate bei den Baukosten in ganz Spanien mit einem Anstieg von 12 Prozent. Die Bereitstellung von 371 Millionen Euro soll dem entgegenwirken und den Bau neuer Wohnungen sowie die Sanierung bestehender Immobilien fördern.

Der Plan sieht vor, dass mindestens 40 Prozent der Mittel für den Neubau und Ankauf von Wohnraum verwendet werden. Weitere 30 Prozent sind für die Sanierung des bestehenden Wohnungsbestands vorgesehen, während die restlichen 30 Prozent speziell dem Schutz sozial besonders bedürftiger Gruppen und Regionen zugutekommen sollen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem dauerhaften Schutz der mit öffentlichen Mitteln errichteten Wohnungen, um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Die Verteilung der Mittel erfolgt auf Basis eines 60:40-Modells, bei dem der spanische Staat 60 Prozent und die autonomen Gemeinschaften 40 Prozent der Kosten tragen. Dies soll die gemeinsame Verantwortung für die Wohnungsversorgung unterstreichen und die Zusammenarbeit zwischen Zentralregierung und Regionen stärken. Zudem enthält der Plan Maßnahmen zur Bekämpfung von Betrug bei der Vergabe von gefördertem Wohnraum und fördert die Transparenz durch öffentliche Datenbanken.

Die Ausarbeitung des Plans erfolgte auf Grundlage von 28 Treffen mit den autonomen Gemeinschaften sowie zahlreichen Gesprächen mit sozialen Organisationen, Experten und anderen Interessengruppen. Insgesamt wurden 365 Vorschläge gesammelt und in die endgültige Fassung eingearbeitet. Diese breite Beteiligung soll sicherstellen, dass die Maßnahmen den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort entsprechen und effektiv umgesetzt werden können.

Für Bewohner, Urlauber und potenzielle Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dieser Plan eine Perspektive auf mehr bezahlbaren Wohnraum. Gerade auf den Inseln, die durch die starke Nachfrage und die steigenden Baukosten unter Druck geraten, könnten die zusätzlichen Mittel zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beitragen. Die Förderung von Neubauten und Sanierungen dürfte zudem Impulse für die lokale Wirtschaft setzen und Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig wird durch den Schutz sozial schwacher Gruppen die soziale Stabilität gestärkt.

Insgesamt stellt der Wohnungsbauplan 2026-2030 einen wichtigen Schritt dar, um die Wohnsituation in Spanien und speziell auf den Kanarischen Inseln zu verbessern. Die klare politische Einigung und das hohe Investitionsvolumen zeigen den Willen aller Beteiligten, das drängende Thema bezahlbares Wohnen anzugehen und nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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