Die Kanarische Regierung investiert 1,875 Millionen Euro in die Förderung nachhaltiger Mobilität. Mit diesem Geld unterstützt das Umwelt- und Energieministerium den Kauf von Elektrofahrzeugen für den öffentlichen Nahverkehr sowie den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladestationen. Die Fördermaßnahmen zielen darauf ab, den Verkehrssektor in den Inseln klimafreundlicher zu gestalten und die Emissionen deutlich zu senken.
Die Frist für die Antragstellung läuft vom 12. Juni bis zum 13. Juli. Interessierte Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Taxi- oder Mietwagenbetreiber können ihre Anträge elektronisch über das Portal der kanarischen Regierung einreichen. Am 19. Juni findet zudem eine Online-Schulung statt, in der offene Fragen zur Fördermaßnahme geklärt werden. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an strategie@oficinasenergia.com.
Das Programm wird zu einem großen Teil durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER) im Rahmen des Programms 2021-2027 kofinanziert. Die Fördergelder teilen sich auf in Zuschüsse für den Kauf emissionsfreier Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr sowie für die Installation von Ladepunkten mit öffentlichem Zugang. Die maximale Förderung für ein Fahrzeug kann bis zu 30.000 Euro betragen, abhängig von dessen Kategorie und ob ein Altfahrzeug verschrottet wird.
Für die Ladeinfrastruktur können Kommunen und öffentliche Unternehmen bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten erstattet bekommen. Die Ausschreibung sieht eine gezielte Mittelreservierung vor: Jeweils bis zu 625.000 Euro sind für Transportunternehmen, Gemeinden und Inselregierungen vorgesehen. Die Fördermittel werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben, bis das Budget ausgeschöpft ist.
Mariano Hernández Zapata, Minister für ökologische Transformation und Energie, betonte, dass nachhaltige Mobilität ein zentraler Baustein der ökologischen und energetischen Wende auf den Kanaren sei. Die Förderungen sollen den Ausbau sauberer Technologien im öffentlichen und professionellen Verkehr beschleunigen und gleichzeitig neue Chancen für lokale Unternehmen schaffen, die auf umweltfreundliche Mobilitätslösungen setzen.
Diese neue Förderaktion ergänzt weitere Initiativen der kanarischen Regierung, wie das Programm MOVES, das ebenfalls den Erwerb von Elektrofahrzeugen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützt. Zudem gibt es spezielle Zuschüsse für die Elektrifizierung von Taxis sowie Veranstaltungen und Wettbewerbe, die nachhaltige Fahrweisen und emissionsarme Mobilität fördern. Ein besonderes Beispiel ist das Projekt „Coche Zero“, das erste 100 Prozent elektrisch betriebene Rennfahrzeug auf den Kanaren, das in der regionalen Rallye-Meisterschaft eingesetzt wird und so das Bewusstsein für emissionsfreie Mobilität steigert.
Die Förderung richtet sich an verschiedene Akteure: Öffentliche Verkehrsbetriebe, private Unternehmen im Transportsektor, Taxi- und Mietwagenanbieter sowie kommunale und inselweite Verwaltungen. Damit soll die Verkehrswende auf den Kanaren breit unterstützt und die Infrastruktur für Elektromobilität zügig ausgebaut werden. Für Urlauber, die auf den Kanaren unterwegs sind, bedeutet dies langfristig ein besseres Angebot an emissionsfreien Verkehrsmitteln und eine engmaschige Ladeinfrastruktur.
Die Online-Schulung am 19. Juni bietet Interessierten die Gelegenheit, Details zur Antragstellung, Förderkriterien und technischen Anforderungen zu erfahren. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter von Gemeinden, Inselräten, Unternehmen sowie Fachverbände und wird von den kanarischen Energieämtern organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung per E-Mail erforderlich.
Insgesamt setzt die Kanarische Regierung mit dieser Subventionsrunde ein deutliches Zeichen für den Ausbau nachhaltiger Mobilität und die Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor. Die Kombination aus finanzieller Förderung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit soll dazu beitragen, die Verkehrswende auf den Inseln voranzubringen und die Kanaren als Vorreiterregion für umweltfreundlichen Verkehr im Mittelmeerraum zu positionieren.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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