Die Asamblea Majorera – Coalición Canaria Fuerteventura hat erneut ihren Widerstand gegen die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für erneuerbare Energieinfrastrukturen bekräftigt. Die Organisation kritisiert die Vorgehensweise der kanarischen Regierung, insbesondere der zuständigen Behörde für ökologische Transition, die ihrer Meinung nach keine Alternativen zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen sucht. Stattdessen würden neue Möglichkeiten zur Besetzung dieser Flächen geschaffen, was den primären Sektor gefährde.
Die politische Gruppierung erinnert daran, dass die Behörde kürzlich die Gründung einer Arbeitsgruppe angekündigt hat, die einen Regelungsentwurf entwickeln soll, um die landwirtschaftliche Nutzung mit der Installation von Photovoltaikanlagen in Einklang zu bringen. Dies wird als besorgniserregend erachtet, da der Minister weiterhin rustikale Flächen für nicht agrarische Zwecke reservieren möchte.
Die Asamblea Majorera warnt, dass solche Initiativen einen territorialen Wandel herbeiführen könnten, der den Schutz landwirtschaftlicher Flächen und die Zukunft des primären Sektors auf der Insel gefährdet. Sie lehnen auch die unkontrollierte Anwendung des Artikels 6 bis des Elektrizitätssektorgesetzes ab, ebenso wie die Einbeziehung landwirtschaftlicher Flächen in die Zonen zur Beschleunigung erneuerbarer Energien (ZAR).
Die Organisation fordert eine klare Strategie zur Umsetzung erneuerbarer Energien, die zunächst auf bereits versiegelten Flächen wie Industriegebieten basieren sollte. Das Cabildo von Fuerteventura arbeitet bereits an einem insularen Energieplan, was die Insel zur ersten in den Kanaren macht, die eine solche Planung vorantreibt. Die Asamblea Majorera betont, dass die Entwicklung erneuerbarer Energien nicht auf Kosten der landwirtschaftlichen Flächen geschehen darf und dass der Fokus auf der Selbstversorgung der Landwirte liegen sollte, anstatt ihre Betriebe in Energieproduktionsstätten für den Markt umzuwandeln.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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