Ärzte in den Kanaren verlängern Streik und fordern politische Lösungen – Gesundheit (Fallback Gesundheit)

Ärzte in den Kanaren verlängern Streik und fordern politische Lösungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29 April, 2026

Der Verband der medizinischen Angestellten der Kanaren (Semca) hat die landesweite Streikaktion der Ärzte gegen den Servicio Canario de Salud (SCS) auf fünf Tage ausgeweitet. Dies umfasst die vier Tage dieser Woche sowie den Montag, den 4. Mai. Der Streik wurde aufgrund der ausbleibenden Verhandlungen mit der Gesundheitsbehörde notwendig. Laut Semca fand am Montag ein kurzes Treffen mit dem SCS-Direktor Adasat Goya statt, das lediglich zwei Minuten dauerte. Diese kurze Zusammenkunft zeigt eindrücklich, dass die Anliegen der Ärzte nicht ernst genommen werden.

Die Ärzte machen sowohl Goya als auch die Gesundheitsministerin Esther Monzón für die aktuelle Situation verantwortlich. Sie fordern von ihnen Erklärungen, da Patienten erneut mit Stornierungen von Untersuchungen, Eingriffen und Konsultationen rechnen müssen. Die Hauptforderung der Ärzte ist die Einführung eines eigenen Statuts für medizinisches Personal sowie die Schaffung von Personalvertretungen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Arbeitsbedingungen und die Zufriedenheit der Ärzte zu verbessern. Ein eigenes Statut könnte dazu beitragen, die Attraktivität des Berufs zu steigern und die Abwanderung von Fachkräften zu verhindern.

Semca betont, dass die finanziellen Auswirkungen dieser Forderungen null Euro betragen. Es handelt sich also nicht um ein Budgetproblem, sondern um ein politisches. Die Organisation kritisiert, dass die Gesundheitsbehörde zwar mit dem Ministerium kommuniziert, jedoch nicht ausreichend handelt, um die Streikmaßnahmen zu beenden. Diese Situation ist besonders besorgniserregend für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren, die auf eine zuverlässige Gesundheitsversorgung angewiesen ist. Die Unsicherheit über die Verfügbarkeit medizinischer Dienstleistungen könnte für viele eine zusätzliche Belastung darstellen.

Zusätzlich hat Semca für Mittwoch eine Demonstration in Las Palmas de Gran Canaria angekündigt. Diese beginnt um 17:30 Uhr an der Plaza de Las Ranas und führt zum Parque de San Telmo. Die Ärzte warnen, dass der nationale Gesundheitsdienst massiv an medizinischem Personal verliert. Dies äußert sich in steigenden Wartezeiten und überlasteten Notdiensten. Für die Bewohner der Kanaren, insbesondere für die deutschsprachige Bevölkerung, die oft auf eine schnelle und effektive medizinische Versorgung angewiesen ist, ist dies alarmierend. Längere Wartezeiten und die Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Fachärzten können ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Die Forderungen der Ärzte sind daher nicht nur eine interne Angelegenheit des Gesundheitswesens, sondern betreffen alle Bürger. Sie fordern ein Umdenken, um die Abwanderung von Ärzten in den privaten Sektor oder ins Ausland zu stoppen. Dies könnte langfristig zu einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung auf den Kanaren führen. Eine stabile und gut ausgestattete medizinische Infrastruktur ist essenziell, um das Wohlbefinden der Bevölkerung zu sichern. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die Gesundheitsbehörde bereit ist, konstruktiv auf die Anliegen der Ärzte einzugehen und Lösungen zu finden, die sowohl das Personal als auch die Patienten berücksichtigen. Die Situation bleibt angespannt, und es bleibt zu hoffen, dass ein Dialog endlich zu den notwendigen Veränderungen führt.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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