Der Verband der medizinischen Angestellten der Kanaren (Semca) hat die landesweite Streikaktion der Ärzte gegen den Servicio Canario de Salud (SCS) auf fünf Tage ausgeweitet. Dies umfasst die vier Tage dieser Woche sowie den Montag, den 4. Mai. Grund für die Verlängerung ist die ausbleibende Verhandlung mit der Gesundheitsbehörde. Laut Semca fand am Montag ein kurzes Treffen mit dem SCS-Direktor Adasat Goya statt, das lediglich zwei Minuten dauerte.
Die Ärzte machen sowohl Goya als auch die Gesundheitsministerin Esther Monzón für die aktuelle Situation verantwortlich und fordern von ihnen Erklärungen, da Patienten erneut mit Stornierungen von Untersuchungen, Eingriffen und Konsultationen rechnen müssen. Die Hauptforderung der Ärzte ist die Einführung eines eigenen Statuts für medizinisches Personal sowie die Schaffung von Personalvertretungen.
Semca betont, dass die finanziellen Auswirkungen dieser Forderungen null Euro betragen und es sich nicht um ein Budgetproblem, sondern um ein politisches handelt. Die Organisation kritisiert, dass die Gesundheitsbehörde zwar mit dem Ministerium kommuniziert, jedoch nicht ausreichend handelt, um die Streikmaßnahmen zu beenden.
Zusätzlich hat Semca für Mittwoch eine Demonstration in Las Palmas de Gran Canaria angekündigt, die um 17:30 Uhr von der Plaza de Las Ranas startet und zum Parque de San Telmo führt. Die Ärzte warnen, dass der nationale Gesundheitsdienst massiv an medizinischem Personal verliert, was sich in steigenden Wartezeiten und überlasteten Notdiensten niederschlägt. Sie fordern ein Umdenken, um die Abwanderung von Ärzten in den privaten Sektor oder ins Ausland zu stoppen.
Quelle: dariodeavisos
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