Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte auf den Kanarischen Inseln ist binnen eines Jahres um 8,8 Prozent gewachsen. Damit konnten insbesondere die Branchen Bau und Gastgewerbe entlastet werden, die seit längerem unter einem Mangel an Personal leiden. Insgesamt sind inzwischen 143.854 ausländische Beschäftigte auf den Inseln tätig, was vor allem die wirtschaftlich wichtigen Sektoren stützt.
Spanienweit arbeiten derzeit über 3,4 Millionen ausländische Arbeitnehmer, doch die Kanarischen Inseln verzeichnen mit einem Zuwachs von 11.631 Personen eine besonders deutliche Steigerung. Die Verteilung der ausländischen Arbeitskräfte ist auf den beiden Provinzen relativ ausgeglichen: In der Provinz Las Palmas, die Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria umfasst, sind 74.678 Ausländer beschäftigt, in Santa Cruz de Tenerife, zu dem Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro gehören, 69.175. Die Wachstumsraten liegen hier bei 8,97 beziehungsweise 8,61 Prozent.
In den letzten Monaten stiegen vor allem im Baugewerbe die Beschäftigungszahlen ausländischer Arbeitnehmer deutlich an – von 5.697 im Januar auf 7.197 im Juni. Auch im Gastgewerbe erhöhte sich die Zahl von 45.932 auf 46.930. Diese Branchen sind von der hohen touristischen Nachfrage abhängig und zählen zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete ebenfalls einen Anstieg, wenn auch in geringerem Umfang.
Der Arbeitskräftemangel trotz hoher Arbeitslosenzahlen ist auf den Kanaren seit langem bekannt und belastet die lokale Wirtschaft. Die Aufnahme zusätzlicher ausländischer Beschäftigter trägt dazu bei, offene Stellen zu besetzen und die Funktionsfähigkeit wesentlicher Wirtschaftsbereiche zu sichern. Insbesondere die Bauwirtschaft und der Tourismussektor profitieren von dieser Entwicklung, da sie auf saisonale und spezialisierte Arbeitskräfte angewiesen sind.
Die jüngsten Daten unterstreichen die bedeutende Rolle ausländischer Arbeitskräfte für die Kanarischen Inseln. Die regionale Wirtschaft kann so besser auf die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren. Die Entwicklung wird begleitet von einem staatlichen Prozess zur Regularisierung von Migranten, der vermutlich den Anstieg der Beschäftigtenzahlen unterstützt.
Für die kommenden Monate ist es entscheidend, diese positive Dynamik zu erhalten und den Arbeitsmarkt weiter zu stabilisieren. Die Integration ausländischer Arbeitskräfte bleibt ein zentraler Faktor, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kanaren langfristig zu sichern und die Bedürfnisse von Einwohnern sowie Touristen gleichermaßen zu erfüllen.
Quelle: tenerifeweekly.com
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