Das Programm AP_Cuida2 sorgt seit Anfang 2024 auf den Kanarischen Inseln für eine lückenlose Betreuung von Patienten nach ihrer Krankenhausentlassung. Bis Ende Juni wurden 177.578 Patienten mit einem Pflegebericht (Informe de Cuidados de Enfermería, ICE) registriert, von denen 176.343 (99 Prozent) einen Nachsorgetermin mit ihrer verantwortlichen Pflegefachkraft oder Hebamme in ihrem Gesundheitszentrum erhalten haben. Die Initiative ist auf allen Inseln des Archipels etabliert, mit den meisten Patienten in Gran Canaria (59.258) und Teneriffa (50.266). AP_Cuida2 zielt darauf ab, die Versorgungskontinuität zu stärken, indem relevante klinische Informationen zwischen Krankenhaus und Primärversorgung ausgetauscht werden. Dies soll besonders für chronisch kranke und ältere Patienten die Rückkehr ins Krankenhaus sowie unnötige Notfallbesuche verhindern und die Sicherheit bei der Medikamenteneinnahme erhöhen. Neben der individuellen Betreuung reduziert das Programm auch die Mobilitätsbelastung für die Patienten und verbessert so die Zugänglichkeit zu medizinischer Versorgung. Die kanarische Gesundheitsbehörde sieht in AP_Cuida2 einen wichtigen Schritt zur Optimierung der Nachsorge und zur Stärkung des Vertrauensverhältnisses zwischen Patienten und Pflegepersonal. Zudem wurde das Projekt auf nationaler Ebene mit einer Ehrung bei den XXXI. Nationalen Informatik- und Gesundheitsauszeichnungen 2025 gewürdigt, was seine Bedeutung im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung unterstreicht. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass AP_Cuida2 weiter automatisiert und in allen Gesundheitszentren des Archipels vertieft genutzt wird, um die Qualität der Versorgung nach Krankenhausaufenthalten nachhaltig zu sichern.
Quelle: gomeratoday.com
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