Ein Arzt auf Gran Canaria wurde wegen des Verdachts, zwölf Frauen sexuell belästigt zu haben, in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mediziner seine Patienten unter dem Vorwand einer ästhetischen Untersuchung ansprach und diese dann unangemessen berührte. Eine der betroffenen Frauen berichtete, dass der Arzt sie aufforderte, ihren BH abzulegen, um eine nicht normale Untersuchung durchzuführen.
Das zuständige Gericht, das Juzgado de Violencia sobre la Mujer n.º2 in Las Palmas de Gran Canaria, ordnete am Mittwoch die vorläufige Haft des Arztes ohne Möglichkeit auf Kaution an. Zudem wurde eine vorläufige Berufsausübungsuntersagung ausgesprochen, und es gilt ein Kontaktverbot zu den mutmaßlichen Opfern.
Die Aussagen der zwölf Klägerinnen zeigen ein einheitliches Muster: Der Arzt berührte sie während der Untersuchungen an den Brüsten und dem Gesäß, obwohl sie wegen anderer Beschwerden, wie Halsschmerzen oder zur Beantragung einer Krankschreibung, in seine Praxis gekommen waren. In mehreren Fällen wird berichtet, dass der Arzt auch Fotos von weiblichen Brüsten auf seinem Handy zeigte, um seine Handlungen zu rechtfertigen.
Die Vorfälle ereigneten sich in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, darunter auch in Bereitschaftsdiensten. Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat bestätigt, dass der Arzt nicht mehr für den Servicio Canario de Salud tätig ist. Dies ist nicht das erste Mal, dass der Mediziner in den Fokus der Ermittlungen gerät; bereits im Februar wurde er wegen ähnlicher Vorwürfe festgenommen, jedoch wieder freigelassen.
Quelle: el diario canarias ahora
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