Der Autocaravanismus hat sich auf den Kanaren zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt, der jährlich Hunderte Millionen Euro in die Region bringt. Die Asociación Canaria de Autocaravanistas (ACAT Tenerife) kritisiert jedoch das Fehlen eines einheitlichen rechtlichen Rahmens, der den Sektor behindert. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, organisierten 423 Wohnmobile eine 22 Kilometer lange Karawane durch den Süden von Teneriffa, die als größte ihrer Art in der Region gilt.
Die Karawane startete am 25. April 2025 von der Tankstelle El Gomero in San Miguel de Abona und zog entlang der TF-1 und TF-2. Während der Fahrt wuchs die Anzahl der Fahrzeuge, was die Unzufriedenheit der Autocaravanisten verdeutlichte. ACAT hat seitdem Gespräche mit politischen Vertretern aufgenommen, um eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen zu erreichen.
Laut ACAT sind in den Kanaren über 15.000 Wohnmobile registriert, mit einem jährlichen Anstieg der Neuzulassungen von mehr als 10%. Die rechtlichen Grundlagen für den Autocaravanismus sind jedoch unzureichend, da eine Reform von 2009 die ursprünglichen Bestimmungen für touristische Campingplätze aufgehoben hat. Ein neuer Entwurf für eine Regelung, der im Juni 2025 zur öffentlichen Diskussion gestellt wurde, könnte die Situation ändern, indem er verschiedene Typen von Camping- und Übernachtungsbereichen definiert.
Die ACAT hat zudem konkrete Vorschläge zur Schaffung privater Stellplätze unterbreitet, sieht jedoch rechtliche Hürden in der bestehenden urbanistischen Gesetzgebung. Ein Pilotprojekt zur Errichtung eines Stellplatzes mit 50 Plätzen an der Tankstelle El Gomero wird derzeit geprüft, mit geschätzten Kosten von 200.000 Euro. Währenddessen kämpft die ACAT gegen verschiedene Einschränkungen, die den Autocaravanismus in geschützten Gebieten betreffen, und fordert eine differenzierte Handhabung von Regelverstößen.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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