Autocaravanismus auf den Kanaren: Forderungen nach einheitlicher Regelung – Verkehr (Caravan)

Autocaravanismus auf den Kanaren: Forderungen nach einheitlicher Regelung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

5 Mai, 2026

Der Autocaravanismus hat sich auf den Kanaren zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt, der jährlich Hunderte Millionen Euro in die Region bringt. Die Asociación Canaria de Autocaravanistas (ACAT Tenerife) kritisiert jedoch das Fehlen eines einheitlichen rechtlichen Rahmens, der den Sektor behindert. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, organisierten 423 Wohnmobile eine 22 Kilometer lange Karawane durch den Süden von Teneriffa, die als größte ihrer Art in der Region gilt.

Die Karawane startete am 25. April 2025 von der Tankstelle El Gomero in San Miguel de Abona und zog entlang der TF-1 und TF-2. Während der Fahrt wuchs die Anzahl der Fahrzeuge, was die Unzufriedenheit der Autocaravanisten verdeutlichte. ACAT hat seitdem Gespräche mit politischen Vertretern aufgenommen, um eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen zu erreichen. Diese Mobilisierung zeigt nicht nur die Entschlossenheit der Autocaravanisten, sondern auch das Potenzial, das dieser Sektor für die lokale Wirtschaft hat. Immer mehr Deutsche, die auf den Kanaren leben oder dort Urlaub machen, nutzen Wohnmobile, um die vielfältigen Landschaften und kulturellen Highlights der Inseln zu erkunden.

Laut ACAT sind in den Kanaren über 15.000 Wohnmobile registriert, mit einem jährlichen Anstieg der Neuzulassungen von mehr als 10%. Diese Zahlen sprechen für sich und verdeutlichen, wie wichtig der Autocaravanismus für die touristische Infrastruktur geworden ist. Die rechtlichen Grundlagen für den Autocaravanismus sind jedoch unzureichend, da eine Reform von 2009 die ursprünglichen Bestimmungen für touristische Campingplätze aufgehoben hat. In der Folge sind viele Wohnmobilbesitzer unsicher, wo sie legal parken und übernachten dürfen. Ein neuer Entwurf für eine Regelung, der im Juni 2025 zur öffentlichen Diskussion gestellt wurde, könnte die Situation ändern, indem er verschiedene Typen von Camping- und Übernachtungsbereichen definiert. Dies könnte insbesondere für deutschsprachige Urlauber von Bedeutung sein, die oft nach flexiblen Reisemöglichkeiten suchen, um die Schönheiten der Kanaren zu entdecken.

Die ACAT hat zudem konkrete Vorschläge zur Schaffung privater Stellplätze unterbreitet, sieht jedoch rechtliche Hürden in der bestehenden urbanistischen Gesetzgebung. Ein Pilotprojekt zur Errichtung eines Stellplatzes mit 50 Plätzen an der Tankstelle El Gomero wird derzeit geprüft, mit geschätzten Kosten von 200.000 Euro. Dies könnte nicht nur die Aufenthaltsmöglichkeiten für Wohnmobilreisende verbessern, sondern auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft ankurbeln. Währenddessen kämpft die ACAT gegen verschiedene Einschränkungen, die den Autocaravanismus in geschützten Gebieten betreffen, und fordert eine differenzierte Handhabung von Regelverstößen.

Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren könnte eine einheitliche Regelung von großem Vorteil sein. Sie könnten nicht nur flexibler reisen, sondern auch zur Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus beitragen, der den Bedürfnissen der Besucher und der Umwelt gerecht wird. Die Diskussion um den Autocaravanismus ist somit nicht nur eine lokale Angelegenheit, sondern hat auch weitreichende Bedeutung für die Zukunft des Tourismus auf den Kanaren.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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