Die Guardia Civil hat Ermittlungen gegen vier junge Männer im Alter von 19 bis 21 Jahren eingeleitet, die verdächtigt werden, einen Bankbetrug mit dem sogenannten ‚falschen Bankberater‘-Trick begangen zu haben. Die Tat wurde durch eine Anzeige einer betroffenen Person bekannt, die daraufhin zur polizeilichen Untersuchung führte.
Der Betrug erfolgte, indem die Täter der Opfer zahlreiche gefälschte SMS-Nachrichten zusandten, in denen sie vorgaben, dringlich mit der Bank in Kontakt treten zu müssen. Die Nachrichten enthielten eine Telefonnummer, die als Kontakt der Bank ausgegeben wurde, um Glaubwürdigkeit zu schaffen. Nachdem die Opfer die angegebene Nummer anriefen, unterhielten sie sich mit einer Person, die sich als Bankmitarbeiter ausgab und behauptete, es seien Sicherheitsgründe für blockierte Transaktionen verantwortlich.
Während des Telefonats erhielten die Opfer mehrere SMS mit Verifizierungscodes, die sie auf Anweisung des vermeintlichen Bankberaters eingaben. Die Täter nutzten diese Codes, um insgesamt fünf Überweisungen über das Bankkonto der Opfer durchzuführen.
Durch die Ermittlungen konnte die Guardia Civil mehr als 35.600 Euro des erbeuteten Geldes zurückholen. Zudem wurden die Empfängerkonten der Überweisungen gesperrt, was verhinderte, dass die Gelder ins Ausland transferiert und damit schwerer nachverfolgt werden konnten.
Die polizeilichen Maßnahmen führten zur Identifizierung der Verdächtigen. Einer der Beschuldigten lebt in Santa Cruz de Tenerife, während die anderen in Sevilla, Tarragona und Gran Canaria wohnen. Für die Ermittlungen wurde die Zusammenarbeit mit den örtlichen Einheiten dieser Regionen sichergestellt, um die Verdächtigen umfassend zu identifizieren und weitere Schritte einzuleiten.
Für Einwohner und Urlauber auf den Kanaren ist dies eine Warnung, besonders vorsichtig bei unerwarteten Bankkontakten per SMS oder Telefon zu sein. Die Behörden raten, solche Nachrichten nicht direkt zu beantworten und stattdessen die Bank über offizielle Kanäle zu kontaktieren. Die Ermittlungen dauern an, weitere Informationen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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