Brüssel genehmigt 54 Millionen Euro Hilfen für spanische Landwirte gegen Treibstoffkosten – Behörden (EU)

Brüssel genehmigt 54 Millionen Euro Hilfen für spanische Landwirte gegen Treibstoffkosten

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

4 Juni, 2026

Die Europäische Kommission hat am Dienstag einen Hilfspaket des spanischen Staates in Höhe von 54 Millionen Euro genehmigt, um Landwirte zu unterstützen, die unter stark gestiegenen Kraftstoffpreisen leiden. Die Preiserhöhungen resultieren aus der angespannten Lage im Nahen Osten und dem daraus folgenden Verschluss der Straße von Hormus. Spanien hatte einen Plan vorgelegt, der landwirtschaftlichen Betrieben finanzielle Entlastung bietet. Konkret erhalten diese Betriebe eine Förderung von 0,20 Euro pro Liter Diesel, der zwischen dem 22. März 2023 und dem 30. Juni 2026 erworben wurde.

Diese Subventionen sind möglich, seitdem die EU-Kommission im April eine vorübergehende Reform der Beihilferegeln verabschiedet hat, die Unternehmen in von der Nahost-Krise betroffenen Sektoren unterstützt. Die Regelung erlaubt es, bis zu 70 Prozent der Mehrkosten auszugleichen, die durch die Teuerung der Energiepreise verursacht werden. Die Kommission bewertete den spanischen Unterstützungsplan als notwendig, geeignet und verhältnismäßig, um die wirtschaftliche Tätigkeit aufrechtzuerhalten, ohne den fairen Wettbewerb innerhalb des Binnenmarktes zu beeinträchtigen.

Das neue rechtliche Rahmenwerk erlaubt es den EU-Ländern, gezielte Förderprogramme aufzulegen, um besonders betroffene Branchen wie Landwirtschaft, Fischerei und Transport zu entlasten. Vor wenigen Tagen hatte Brüssel bereits ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen Euro genehmigt, das sich speziell an Landwirte richtet, die mit stark gestiegenen Preisen für Düngemittel zu kämpfen haben. Diese Subventionen werden pro Hektar vergeben und betragen bis zu 22 Euro für Trockenlandflächen sowie bis zu 55 Euro für bewässerte Flächen.

Die Maßnahmen sollen bis zu 70 Prozent der Zusatzkosten abdecken, die durch den Konflikt im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus entstanden sind. Die Düngemittelpreise hatten sich in den letzten Monaten aufgrund der Unterbrechungen in den Lieferketten sowie der erhöhten Rohstoffkosten deutlich verteuert, was die Produktionskosten der Landwirte erheblich belastet.

Darüber hinaus plant die Europäische Kommission noch vor dem Sommer eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Ziel ist es, die Flexibilität der Mitgliedstaaten zu erhöhen, damit sie Mittel aus der GAP leichter umwidmen können, um zusätzliche Unterstützung für die Landwirtschaft bereitzustellen. Diese Reform soll helfen, den steigenden Kosten im Agrarsektor besser zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft langfristig zu sichern.

Für die Bewohner und Urlauber auf den Kanarischen Inseln bedeutet das, dass die lokale Landwirtschaft gestärkt werden soll, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Preissteigerungen bei Lebensmitteln abzufedern. Landwirte auf den Inseln, die ebenfalls mit höheren Energie- und Betriebskosten kämpfen, könnten von den nationalen und europäischen Hilfen profitieren. Für Auswanderer und saisonale Arbeitskräfte im Agrarsektor bieten sich dadurch stabilere Arbeitsbedingungen trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage.

Insgesamt zeigen die jüngsten Beschlüsse der EU-Kommission, wie wichtig es ist, die Agrarwirtschaft in Krisenzeiten zu stützen. Die Kombination aus Energiekrise und geopolitischen Spannungen trifft vor allem die Produktion, die auf Treibstoff und Düngemittel angewiesen ist. Die neuen Hilfen sollen die wirtschaftlichen Folgen abmildern und die Versorgung mit Lebensmitteln auf den Kanarischen Inseln und im restlichen Spanien sichern.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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