Das Cabildo de Fuerteventura hat einstimmig beschlossen, die direkte Fährverbindung zwischen Fuerteventura und der spanischen Halbinsel als öffentliche Dienstleistung anzuerkennen. Dabei soll der Hafen von Puerto del Rosario dauerhaft als verpflichtende Anlaufstelle in das öffentliche Liniennetz aufgenommen werden. Diese Verbindung ist für die Insel von strategischer Bedeutung, da sie den Transport von Gütern und Personen sichert und somit die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Fuerteventuras fördert.
Derzeit ist die Verbindung über Puerto del Rosario nicht Teil der öffentlichen Dienstleistungspflicht (OSP), sondern wurde freiwillig von der beauftragten Reederei angeboten. Diese freiwillige Anlaufstelle wurde kürzlich ausgesetzt, was bedeutet, dass die Fähren nun Umwege über andere Häfen der Kanaren machen müssen. Diese Änderung führt zu höheren logistischen Kosten und verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit der Insel. Betroffen sind Unternehmen, der Primärsektor, der Handel sowie die Bevölkerung insgesamt.
Fuerteventura zählt über 130.000 Einwohner und empfängt nahezu drei Millionen Besucher jährlich. Die Insel verzeichnet eines der stärksten demografischen Wachstums auf den Kanaren. Vor diesem Hintergrund sind stabile und ausreichend bemessene maritime Verbindungen unerlässlich, um den Bedürfnissen der Einwohner und der Wirtschaft gerecht zu werden.
Das Cabildo hat gemeinsam mit den sechs Gemeinden der Insel und der Handelskammer einen Appell an das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität sowie an die Generaldirektion der Schifffahrt gerichtet. Ziel ist es, die Anlaufstelle Puerto del Rosario verbindlich in die öffentliche Dienstleistungspflicht aufzunehmen und die direkte Verbindung bis zur Neuvergabe der Konzession unverzüglich wiederherzustellen. Auch die Regionalregierung der Kanarischen Inseln wird aufgefordert, diesen Schritt gegenüber dem Staat zu unterstützen.
„Ein strategischer Dienst für die Bevölkerung und die Wirtschaft der Insel darf nicht allein von kommerziellen Entscheidungen eines Unternehmens abhängen, sondern muss vom Allgemeinwohl garantiert werden“, betonte die Präsidentin des Cabildos, Lola García, im Plenum. Die Forderung markiert einen wichtigen Schritt, um die maritime Anbindung Fuerteventuras nachhaltig zu sichern und die negativen Folgen der derzeitigen Situation zu mildern.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
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