Im Rahmen der II. Jahrestagung zur ökologischen Nachhaltigkeit des Andalusischen Gesundheitsdienstes stellte Raúl Falcón, der stellvertretende Direktor für Nachhaltigkeitsmanagement des Servicio Canario de la Salud (SCS), die Strategie „Salud Zer0 Emisiones 2030“ vor. Die Veranstaltung fand im Hospital Universitario Reina Sofía in Córdoba statt und brachte zahlreiche Experten zusammen, um über nachhaltige Initiativen im Gesundheitssektor zu diskutieren. Falcón erläuterte, dass der Energieverbrauch in Krankenhäusern etwa 9,72 Prozent der CO2-Emissionen ausmacht, wobei dieser Anteil auf über 55 Prozent ansteigt, wenn man nur die direkt steuerbaren Faktoren betrachtet.
Um die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren, plant der SCS mehrere Maßnahmen, darunter den Austausch von Klimaanlagen, die Installation von LED-Beleuchtung und die Einführung erneuerbarer Energien sowie neuer grüner Brennstoffe wie Wasserstoff und Methanol. Diese Projekte sind als strategisch wichtig eingestuft und sollen bis 2030 umgesetzt werden. Zudem ist Canarias die erste autonome Gemeinschaft Spaniens, die alle öffentlichen Krankenhäuser mit einer CO2-Fußabdruck-Zertifizierung nach ISO 14064-1:2018 ausgezeichnet hat.
Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie ist die Installation von 14 Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Gesundheitseinrichtungen, die für den Eigenverbrauch gedacht sind. Diese Projekte haben eine Gesamtleistung von 2.650 kW und erforderten eine Investition von etwa 4,3 Millionen Euro aus den Next Generation-Fonds. Des Weiteren wurde die Beleuchtung in den Einrichtungen verbessert, was zu jährlichen Einsparungen von rund 230.000 Euro führte.
Die Strategie umfasst auch die Implementierung intelligenter Systeme zur Messung und Optimierung des CO2-Fußabdrucks in den Krankenhäusern sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Mobilitätszentrums. Mit diesen Maßnahmen strebt der SCS an, international führend in der Umsetzung innovativer Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Gesundheitswesen zu werden.
Quelle: gobierno gesundheit
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